bogen, Stichbogen und scheitrechte B.; im frühen Mittelalter kommen dieselben B. vor, hier u. da ein leiser Anklang zum Hufeisenbogen, der bei den Mahommedanern der herrschende ward. Im gothischen Stil kamen fast alle Bogenformen vor. F. (Zimm.) Bögen, aus Holzkeilen gewölbt, kommen so selten vor, daß sie nur als Kuriosität zu betrachten sind; dennoch spricht man von Holzbogen mit Fug und Recht. Die hölzernen Bögen, welche theils zu Ueberspannung von Oeffnungen, theils zu verschiedenen anderen Zwecken verwendet werden, kann man folgendermaßen eintheilen; 1. Holzbogen, der durch Krümmung prismatisch bearbeiteter Hölzer erzeugt ist, frz. ois courbé, engl. curved timber; es wird dadurch theils blos die Erreichung einer bestimmten Form bezweckt, theils aber auch u. häufig mit Erfolg Vermehrung der Tragfähigkeit angestrebt. Die zweckmäßigsten Arten dieser Bögen, siehe theils in dem Art. Balken III. C. a u. d, S. 231 u. 232 theils in den Art. Brücke, Lavessches System etc.; über das Verfahren bei der Krümmung s. d. Art. Krümmung des Holzes. — 2. Holzbögen, die aus geradem Holz geschnitten, od., wenn sie größer sind, aus Stücken zusammengesetzt sind; s. darüb. d. Art. Bohlenbogen, Bohlendach, Brücke, Delormsches System, Emy'sches System etc. — 3. B. aus Bretern oder sonstigem Holz provisorisch zusammengesetzt, um als Gerüst beim Wölben steinerner Bögen zu dienen; s. d. Art. G. (Bei verschiedenen Fächern.) 1.(Forstw.) DasRückenstück der Baumsäge, aus einem krummen Stück Holz thek Heidelberg TCDFC Schild, Vorderback, ein Theil des Backs eines Schiffes, bestehend aus dem Balken der Vorpflicht, den Stützen auf diesem Balken u. dem unter dem Back liegenden Verdeckbalken. — 3. B. des Kunstkreuzes, s. d. Art. Kunstkreuz. — 4. Bei vertikalen (Zellen-) Wasserrädern nennt man den mit Wasser gefüllten ringförmigen Theil des Rades den wasserhaltenden Bogen, dessen Höhe als das wirksame Gefälle am Rad anzusehen und in die Rechnung zu Ermittelung der mechanischen Leistung des Rades einzusetzen ist. (v. M.