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Handwerk & GewerbeBau-Lexikon 1881

Bude, f., frz. boutique, hutte, baraque, f., engl, hut, vo. booth; jedes von schwachem Bauholz errichtete, mit Bre-Lo tern beschlagene Häuschen zum zeitweiligen Aufenthalt. Ce Markt-⸗ oder Meßbude; die einzelnen, in Gassen neben u. einander gestellten Marktbuden nehmen erstens wegen der zwischen ihnen zu lassenden Zwischenräume viel Platz weg, des Ladentischbreite od. Regalangeht; zweitens bilden diese Schmutzwinkel; drittens kosten Wetter und der Kälte von aber endlich ist es bei ihnen unmöglich, für einen Platz zu Befriedigung der natürlichen Bedürfnisse zu sorgen, und geschieht dies dann gewöhnlich in oben erwähnten Zwischenräumen. Weit zweckmäßiger ist es, wenn man8, 12 od. 16 Bin im Quadrat vereinigt, so daß sie in der Mitte einen kleinen Hof einschließen, nach welchem hin die Dächer der Bin abfallen und welcher ein Privet enthält. Bei kleinen Vierecken macht man dann die Ben hinten etwas schmäler als vorn u. giebt ihnen nach dem Hof zu eine kleine Thür, der Hof bekommt einen Eingang nach der Straße hinaus zwischen zwei der Bin hindurch; das Privet steht auf einem Schleusengevierte. Bei großen Vierecken kann man noch an jeder B. einen kleinen Verschlag als Schreibstübchen nach dem Hof hinaus anbringen. Maße: Breite jeder B. 2,20 —2,80 mu. vorn, Tiefe 1,60 - 2,20 m., vordere Höhe bis zum Sims 2,30— 2,80 M., hintere 1,60 — 2,20 m., Minimalgröße des Hofes 2,50 m. im [I, Seite des Vierecks bei 8 Bin 7—-8,5 m., bei 12 B.n 9,5—10 m. u. s. f. — 2. Baubude, s. Bauhütte.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 548Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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