Cisterne, frz. citerne, f. engl. oistern, lat. eisterna, ebenso aus oista gebildet, wie Kaserne aus casa, Sammelbrunnen für Regenwasser, Bachwasser etc., bei den Arabern alberca oder aljibe. Diese Bassins sind entweder offen (alberca), also eigentlich nur eingefaßte Teiche, oder sie sind geschlossen (ahibe), um das Wasfer vor dem Verdunsten, Warmwerden etc. zu hüten; solche Cin legt man am liebsten unterirdisch an. Bei ihnen kommt Alles auf die Wasserdichtheit des Bodens und der Wände an; s. d. Art. Asphalt IX, Cement etc. Damit von oben Schmutz und Wärme nicht eindringen, werden sie meist mit gewölbter Decke versehen, die bei zunehmender Größe durch mehr od. weniger Säulen getragen wird. Dergleichen En wurden zuerst in Rom in größerem Maßstab angewendet; in ihnen sammelte sich das durch die Aquädukte herbeigeleitete Wasser, um sich zu klären; über die versch. Methoden dieser Klärung s. d. Art. Wasser; s. auch d. Art. Brunnen D. Cisterzienserkloster. Die Klöster der Cisterzienser zeigen im Bau nichts Auffallendes, die Kirchen aber haben meist rechteckigen Chorschluß; dieser ist entweder wie in Fontenay, Loccum (Fig. 1131), S. Vincenzo et Anastasia bei Rom etc. nur von ebenfalls rechteckigen Kapellen flankirt, die an den Kreuzarm angelegt sind, also äußerlich als Seitenschiff des Querschiffs erscheinen, über denen aber auch wohl Säle liegen, oder er ist von einem niedrigen Umgang umzogen, an den sich oft noch ein Kapellenkranz anlegt, einen zweiten, noch niedrigeren Umzug bildend, wie in Fig. 1132; oder die Kapellen ziehen sich direkt um den Chor; an den südlichen Kreuzarm schließt sich meist gleich die Bibliothek und an diese der Kapitelsäl. Runde und polygone Chorschlüsse kommen zwar vor, z. B. in Clairvaux, Heisterbach etc., die dann auch wohl von einem Kapellenkranz umzogen werden; diese Apsidialkapellen sind dann meist rechtwinklig geschlossen, z. B. in Clairvaux, doch auch als eingebaute Apsiden behandelt, wie in Heisterbach, oder polygon geschlossen, wie in Sedletz, Altenberg, Doberan, Dargun, Chorthürme aber nur sehr selten. Näheres s. in M. M. a. W. Fig. 1131. Cisterzienserkloster Loceum. 4 Kirche. B Laieneingang. (Alte Abtei. O Spätere Abtei. E Brauerei u. Mühle. 7 Kapitelsal, darüber Schlafhaus (Slaphus). 6 Refektorium. H Calefactorium.