Erker, m., Erkerfenster, Archnerfeuster, a., auch RAerker, Aerkner, Arker, Ausgebäude, Ausluchte, Ansflich, Utstecke, f., frz. fenétre f. en saillie, fenẽtre en tribune, span. alcor, überbauter Balkon, oft durch mehrere Stockwerke gehend; von unten aufgebaut als Ausgebäude und rund heißt er engl. bowF-Window,; von unten aufgebaut u. polygon baywindow; wenn er als Chörlein, Ausstich auf Konsolen ruht. und rund ist, oriel-window; wenn er polygonal ist und auf Konsolen ruht, jut-window. Der Name wird verschieden abgeleitet, z. B. von arcula od. arcura, s. d. Art. Arker, u., arab. Alcor etc. Vgl. d. Art. Alcor, caroll. Chörlein, Chor 2 etc. An der Ecke stehend, wird er auch Echchor genannt und manchmal als Eckthürmchen über den Hauptsims hinausgeführt. Die E. zählen zu den schönsten Zierden der älteren deutschen Bauwerke u. ewähren dem Bewohner den Vortheil, Aussicht und Sonne ohne Luftzug genießen zu können, sind aber an vielen Orten, oft unter unhaltbarsten Vorwänden, verboten. Die einfachste, aber am wenigsten solide Art, sie zu konstruiren, ist, daß man die Geschoßbalken über die Umfassungsmauern hinausstehen läßt und darauf die Erkerwände aufbaut; steinerne E. sollte man stets auf kräftige Kragsteine od. auf Eisen stützen. Jedenfalls mache man die Eckschäfte und Wände so schwach als irgend möglich, denn starke Umfassungen nehmen dem E. seinen Charakter u. verhindern das Erreichen seines Zwecks. Sehr falsch ist es, wenn der E. nicht in organischen Zusammenhang mit der übrigen Architektur des Gebäudes gebracht wird. Eins der hübschesten Beispiele spätgothischer E. giebt Fig. 1632. erlängen, trs. Z. (Bergb.), heißt 1. ein Ort der Länge nach fortsetzen; — 2. eine Muthung auf die gesetzlich vorgeschriebene Frist verlängern lassen, innerhalb welcher nach Einlegung der Muthung die Bestätigung erfolgen muß.