Dächern v.8—1bescharf aufgekantet; was, vereint mit der dreieckigen Aufbiegung am untern Ende, ein Hinaufziehen von Wasser durch die Kapillarattraktion verhindert. 11em. von dem unteren Ende aufwärts hat jede Wulst ein in einer AuftreibungsitzendesNagelloch.Wenn mitNormalpfannen die Dachfläche sich nicht ganzausdeckt, werden Ergänzungspfannen vön 0,,0,4, 0,J0 m. Länge geliefert. Bei Wohngebäuden ist volle Schalung nöthig, bei Hallem u. dgl. genügt Lattung. DiePfannen werden mittels der Ortpfannen auf den Wechsel eingedeckt. Die Deckung kann je nach der Wetterlage von links nach rechts oder umgekehrt geschehen. Die Nagelung geschieht in iedem Wulst durch nur einen Drahtstift, so daß die Bewegung bei Temperaturwechsel nicht gehemmt ist. Der regenschirmartig gewölbte Kopf des Drahtstiftes dichtet :sich auf einer Bleiunterlage, die, auf der erwähnten Auftreibung liegend, alles Eindringen von Wasser verhindert. Der Drahtstift wird in sehr zweckmäßiger Weise umgeschlagen. Die Fabrik liesert Spezialanschläge, übernimmt auch die Verlegung. Die Pfannen sind , mumn. stark und wiegt jede ganze Pfanne 250 kg. 135—20 80 3,0 6,½0 „ 3,0 „ 70 Mk. 140 Nägel b 140 Blei-Die Eindeckungsarbeit kostet pro qm. Dachfläche 00 bis 0,3, Mark, der lauf. m. First incl. Befestigungsmaterial 3, Mk., für Mehrarbeit u. Verschnitt bei Eindeckung von Kehlen, Graten etc. werden pro lauf. m. 3,5 Mk. extra berechnet. Dazu kommen die Reisekosten der Monteure. Fig. 1291. Profil eines Pfannenblechs. Diese Preise sind durchschnittlich. Die Fabrik liefert auch patentirte Dachfenster, sowohl zu dem Pfannendach als auch zu Schiefer⸗ u. Pappdach passend eingerichtet, ferner Dachrinnen verschiedener Art. Verwendet wurden solche Platten u. A. an der Kaserne von Saarburg 15 000 gm., an den Bahnhofsbauten zu Hannover 13000 ꝗm., an dem Gerichtsgebäude in Dresden u. der Artilleriewerkstätte zu Straßburgre. e) Panzerdachplatten von F. A. Reichel in Leipzig, patentirt in Deutschland, Oesterreich, Frankreich und England; Fig. 1296 stellt die Verfirstung in isometrischer, Fig. 1297 ein Stück Dachfläche in geometrischer Ansicht dar. Die Fabrik liefert a) volle Platten, 31 em. Seitenlänge, bei 44 cm. Höhe und 37½ onn. Breite, dann entsprechende b) Oberschlußplatten, dreieckig, o) dreieckige Fußplatten, d) ebensolche Seitenschlußplatten, e) halbe dgl., f) Einfassungsplatten, 31emlang u. 18½ em. breit. Die Platten sind aus Eisenblech geschlagen und getrieben, dann aber glasig emaillirt, daher wetterfest und völlig rostfrei. Der Glasüberzug springt nach gemachten Versuchen weder bei der strengsten Kälte noch bei Hellrothglut ab. Der qm. (14 Stück Normalplatten bedürfend) wiegt nicht ganz kg. Die Verlegung erfordert keinerlei Sachkenntnis und kann also von jedem einigermaßen geschickten Tagelöhner ausgeführt werden, da die nöthigen Bohrlöcher bereits in der Platte sind. Die Firstplatten sind 1 m. lang u. haben 12½ em. Schenkelbreite, werden aber auch auf Verlangen breiter geliefert. Bei Bestellung ist der Neigungswinkel oder Firstwinkel aufzugeben. Die Bedachung sieht nett aus und ist sehr leicht. Lattungsweite 18 em., doch ist bei Räumen, wo unmittelbar unter dem Dach sich Dünste entwickeln, Schalung vorzuziehen. bibliothek Heidelberg 0 d) Gußeiserne D achziegel vom Eisenwerk Gröditz belich die Herstellung guter gußeiserner Dachziegel versucht worden war, ist dies Ziel jetzt seit einigen Jahren erreicht Die von dem früher gräflich Einsiedelschen Werke Lauchbis 1305 dargestellt. Behufs Verwendung derselben in völlig symmetrischer Anordnung und genauem Verband, also ohne Bearbeitung der Ziegel, ist es nöthig, die vorliegende Dachfläche ihrer Länge nach durch eine senkrechte Linie zu halbiren, u. von der unteren Dachkante anfangend die Dachfläche bis zum First in Reihen von der Breite der Ziegel zu theilen, so zwar, daß mit Berücksichtigung der Traufziegel, Fußziegel Nr. 3, Fig. 1299, und der an den OTHEK an Ziegeln unterbleiben schwer, wenn man durch Verminderung des Ueber-Ziegel dafür sorgt, daß die Bruchtheil herauskommt. DieStoßfugenzwischen zwei Ziegeln können unbedenklich ½ ½ mm. weit sein. Die Latten, wenn solche statt der Schalung zur Anwendung kommen, müssen selbst-Reihen entsprechend aufgenagelt werden. Das Stichmäß von einer Lattenoberkante zur ..yndern beträgt nor-EIAAn al 17 em., Fig. 1298, kann aber bei der Eintheilung etwas vermehrt od. vermindert werden. An der Traufkante, wenn solche den Sims oder vorstestatt der Latten ein diese, aufzunageln, um Auflage zu geben. Man Traufkante vom Mittel indem man mittels der Panzerplattendach. ganzen Länge des Ge3 festnagelt und nun Eindecken der übrigen Ortziegel 5 und verschieden gemauerte Giebel, Sandsteine etc. anftoßen, oder beim Hervortreten der Dachflächen über die Giebelseiten des Hauses die Dachkanten begrenzen. L Domöglich f sind an den Giebeln die Ortziegel und 6 Arechts). resp. angegossenem aufrechten Rand zu verwenden. Sie verhüten das Heraustreten des Regenwassers über die Kante u. geben einen guten Abschluß. Ist es nicht erreichbar, mit den von der Fabrik gelieferten verschiedenen Ie eine gegebene D Dach fläche vollkommen auszufüllen, so durch Behauen S Stücke von jeder eTorderlichenr Form. Das Behauen geschieht mittels gewöhnlichen Kaltmeißels auf einem kleinen, rechtebenen Amboß, indem man zuerst mit leichten Schlägen an vorgezeichneten Linien entlang das Einspringen des Ziegels zu verhüten sucht, dann aber die Schläge bis zum Abspringen verstärkt. Die untere Seite der Ziegel kommt dabei auf den Amboß zu liegen, um Beschädigungen der Glasur oder des Asphaltüberzuges zu verhüten. Gehen durch das Behauen die eingegossenen Fig. 1300. Fig. 1301. boß eine Mutter und absichtigten Loches legen, und mit einem kurzen Schlag den Durchschlag durch den Ziegel treiben. Der Abschluß einer Dachfläche nach oben erfolgt mit besonderen F Faconziegeln Nr. 2,u. 10,über welche die Firstziegel, Fig. 1302, so befestigt werden, daß ihre Seitenkanten über die Nägel der Ziegel Nr. 2, 9 u. 10 reichen u. sie gegen Rost schützen. Die Firstziegel selbst werden mit Holzschrauben auf eine 3. Lattung für Gröditzer Facettenziegel. Firstlatte befestigt, welche in die gekreuzten Sparrenenden eingelassen u. mit starken Nägeln von den Seiten verwahrt ist. Zu den Eisenziegeln passende Dachfenster liefert die Fabrik, ebenso Faconziegel für Dachkehlen jeder Art, wobei im Nothfall die eigentliche Kehle aus Zink oder starkem Eisenblech auf die Schalung oder Lattung befestigt wird, und die angepaßten Seitenziegel mit hinreichender Ueberdeckung des Bleches darauf genagelt werden. Walmkanten werden gleichfalls mit Firstziegeln abgedeckt. Für die meisten Fälle besitzt die Fabrik Modelle zu Kreuzungs⸗ u. Anschlußstücken, um die Walmkanten an den Dachfirst anzuschließen, s. Fig. 1304. Bei Umdeckung v. Schornsteinen, Schlottröhren re. ist im allgem. zu empfehlen, eine Schoßrinne von Zinkblech anzubringen, wie bei Schieferdächern, während an den drei anderen Seiten die Ziegel in den Putz eingespitzt u. die Fugen mit Cement dicht verstrichen werden können. Verzinkte Nägel werden von der Fabrik geliefert, ebenso Leiterhaken, Laufbretstützen und die zur leichteren Ueberdeckung derselben dienenden, mit hohler Nase versehenen Ziegel, Nr. Lu. 2, Fig. 1305. Jeder Facettenziegelwird mittels je drei Drahtnägeln befestigt. Die Nagelköpfe sind durch den darüber liegenden Ziegel bedeckt u. vor Abrosten geschützt. Die Ziegel selbst sind gegen das Rosten durch Glasur- oder Asphaltüberzug gesichert; die ersteren namentlich sind, bes. verschiedenfarbig (mosaikartig) angewendet, von brillanter Wirkung. Seit 1877finden dieselben ausgebreitete u. befriedigendste Verwendung bei Privaten u. Behörden, z. B. den k. S. Staatsbahnen, der k. S. Militärbaudirektion etc. Auf Verlangen übernimmt die Fabrik auch die Eindeckung und Garantie. Die Ziegel messen