Dammbaues entsprechendes Planiren u. Rammen stattfinden. Erfahrungsgemäß setzt sich (sackt sich) selbst der bestgerammte D. noch etwas und schüttet man des halb bei Eisenbahnbauten, wo eine Senkung wesentliche Nachtheile herbeiführt und zu ihrer Beseitigung bedeutenden Kostenaufwand verlangt, die Dämme durchschnittlich 10 Proz. höher, als das projektirte Längenprofil erfordert. Dieser Prozentsatz, das Sackmäß, ist je nach der Bodenart verschieden (s. d.). In Fällen, wo die Annahme eines so hohen Prozentsatzes unzulässig erscheint u. vorgezogen wird, durch Aufwendung höherer Kosten das Setzen neugeschütteter Bodenmassen auf ein Minimum zu beschränken, muß man Schuttmassen wählen, welche nur wenig aufgehen (s. d. Art. Anschwellung 2 und Aufgehen 2), z. B. sandigen Boden, und die Ablagerung unter fortwährendem Aufgießen von so viel Wasser ausführen, daß der D.wie vollständig überschwemmt betrachtet werden kann. Diese Bauweise ist z. B. dann geboten, wenn in den Bahnkörper einer bestehenden Eisenbahn nachträglich ein gewölbter Durchlaß eingebaut wird, da die Senkung der unter den Geleisen eingebrachten Gewölbüberfüllung und damit der Fahrgeleise bei der geringen Längenausdehnung für den Betrieb gefährlich sein würde. Betreffs der äußeren Begrenzungslinien der Dämme s. d. Art. Böschung. Vgl. auch d. Art. Chaussée, Eisenbahn, Erdarbeiten, Straße etc. Fr.] oc) Uferdamm, frz. turcie, f., engl. dam along a river, s. d. Art. Flußregelung u. Uferbau. d) Deich, frz. digue, zu Abhaltung von Ueberschwemmungen, s. d. Art. Deich. e) Ceichdamm, Ifrz. bachasse, f. engl. dani of a pond, zu Einschließung Teichen. k) Hafendamm, frz. möle de port, engl. mole, pier of an harbour, s. d. Art. Hafen u. Molo. g) Dämme zu Anstauung oder zu Schmälerung von Strömen, zu Abzweigung von Mühlgräben aus Flüssen etc. Das Profil des Dies macht man gern so flach wie möglich. Die Böschung nach der Wasserseite, an der Dammbrust, Zutenabdachung, Flutseite, frz. talus d'amont, talus extérieur, engl. upstream-slope, flood-side, upper slope, welche mehr Widerstand leisten muß, wird flacher als die Binnenböschung oder Landabdachung (s. d.). Näheres s. unter Böschung. Kann man nicht genug Böschung geben, so müssen die Dammseiten, frz. pans, talus, engl. sides,slopes, pl. durch Weidennätherung od. Einlegung von Holz, durch Einschlagen von Pfählen, Dammpfählen, durch Abpflasterung etc. verwahrt, bei flacheren Anlagen durch Bohlwerke oder Futtermauern ersetzt werden. Wasserdurchlässe gestaltet man entweder als Siele oder als Dammlücken mit Schützen, d. h. kurze Unterbrechungen des Dies; bes. sorgfältig muß die Konstruktion da geschehen, wo ein Dammarm sich von dem Hauptdamm abzweigt. Die Aufschüttung beginnt man nicht gern auf dem blosen Boden, sondern sticht die ganze Fläche der Dammsohle etwa 25—30 om. tief aus und beginnt dann den Dammbau. Sehr häufig muß man die Dämme direkt in das Wasser bauen; zu diesem Behuf versenkt man Faschinen, abgezweigte, d. h. der kleinen Aeste beraubte Bäume etc., in das Wasser, wirft Steine, Erde, Stroh etc. darauf, bis das Wasserniveau erreicht ist. Dann trägt man einfach Erde auf, sich dabei nach dem projektirten Dammprofil richtend. Vergl. auch d. Art. Deich, Uferbau etc. — 2. (Bergb.) auch Verdämmung, verspündung genannt, frz. serrement, m., engl. dam, frame-dam, Wand zu Abhaltung des wilden Wassers in den Gruben, besteht aus zwei dicht hinter einander eingetriebenen Wänden von Stempeln, welche durch das Dammstoßen, d. h. durch Einstampfen von Thon oder Lehm, gedichtet werden, s. auch Bär 2. Man unterscheidet: a) aufrecht stehender D., frz. serrement droit, engl. vertical dam, in Stollen, Galerien etc. b) D.mit geneigter Stellung der Hölzer, frz.serrement busqué, engl. inclined frame-dam. c) Gewölbter D., auch Keilverdämmung, Keildamm, Keilverspündung gen.,frz.serrement en vonte,sphérique, à coins. d) Horizontaler od. liegender D., frz. serrement horizontal, plate cuve, engl. horizontal dam, in Schachten. — 3. Lange schmale, auf den Windladen der Orgel befindliche Hölzer, welche ein Verschieben der Registerzüge verhindern und auf welche die Pfeifenstöcke sich stützen. — 4. D. des Hohofens, s. d. Art. Dame 6 und Hohofen.