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BaukunstBau-Lexikon 1881

Denkmal, n., frz. monument, m., Mal, Erinnerungszeichen, Monument. J. Geschichte und Arten des Denkmals. Im Lauf der Kunstgeschichte finden sich die verschiedensten Formen des Dis, vom einfachen Steinhaufen oder künstlichen Hügel bis zur oder Gedächtniskirche vertreten. Bei den Urvölkern, den Kelten, Altamerikanern, ältesten Aegyptern, Mexikanern und selbst bei den Israeliten, sowie bei den alten Germanen, begnügte man sich mit einem Steinhaufen, ja selbst mit einem großen, riesigen Felsblock od.einer Felsenwand, welche mit erklärender Inschrift od bildlicher Darstellung der zu verherrlichenden Begebenheit oder Person versehen war; als die Kunst sich zu Durchbildung vollständiger Stilgruppen erhob, zuerst bei den Aegyptern u. Tolteken, begegnen wir geordneten Formen: a) Pyramiden mit mehr od. weniger architektonischer Gestaltung; „hierin sind die Azteken, Olmeken, Tolteken, Buddhisten etc. (f. d. betr. Art.) weiter vorgegangen als die Aegypter. p) Obelisken, in rohester Gestaltung kommt diese Form in skandinavischen Ländern als Bautastein vor, etwas verfeinert bei den Aegyptern u. Assyriern; künstlerisch gestalten läßt sich dieses Motiv kaum. Mit der weiteren „Ausbildung der Kunst ging man zu anderen Formen über. Die hauptsächlichsten sind: e) Mausoleen. Ob schon die Pyramiden dazu zu rechnen sind, ist noch immer nicht ganz entschieden. Die Mausoleen kommen in den verschiedensten Formen vor, theils rund, theils eckig, in der Regel als Pyramidenbauten auf mauerartigem Unterbau, manchmal mit einem Altar od. Tempel bekrönt; s. übr. d. Art. Grabmal. d) Porträtdarstellungen in den verschiedensten Formen, zu Verherrlichung von Personen, . d. Art. Bildsäule, Büste etc. e) Triumphbogen oder Trophäen zum Andenken an Siege, s. d. Art. Ehrenthor und Triumphbogen. k) Votivtempel zum Andenken an Friedensschlüsse, Städtegründungen etc., bes. bei Griechen u. Römern üblich; an ihre Stelle sind im Mittelalter die Votivkirchen getreten. g) Choragische Monumente zum Andenken an Siege in den Olympischen Spielen. h) Grabdenkmäler für Privatpersonen, welche in allen

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 151Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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