Schwelle, f. österr. Schweller, m., niedersächs. der Sull, die Sülle, der Dürpel, in Dithmarschen der Drüssel, frz. sablière, f., seuil (solive), dormant, m., engl. sleeper, Sill, Lat. solea; s. v. w. Sohle, Unterlage, bes. horizontal liegendes Holz als Unterlage, daher bes.: 1. franz. seuil, engl. sill, lat. solea, s. v. w. Thürschwelle; s. Schwellbret und Sohlbank. — 2. frz. semelle d'assemblage, patin, engl. sole, ground-sill, lat. dormitor, zumi Tragen einer Fachwand (s. d. 1.) dienendes horizontales Stück Holz, worein Säulen und Bänder eingezapft sind. Man kämmt od. dollt die S. auf die Balken des unteren Geschosses und locht sie für die Säulen u. Bänder der aufstehenden Fachwand; in der Regel sind nur bei Wänden, die quer gegen HEIDELBERG die Balken stehen, Sen nöthig. Die Stöße macht man häufig stumpf, verwahrt sie aber mit Klammern. Die Stöße müssen aber stets auf Balken treffen; s. auch d. Art. Saumschwelle, Bundschwelle u. Kreuzschwelle. — 3. Auch Fußrähmen, Dachschwelle, frz. plate-forme, racinal du comble, engl. pole-plate gen., Sparrenschwelle, unterer Rahmen eines Dachstuhles, s. d. Art. Dach; nicht mit Mauerplatte zu verwechseln. — 4. frz. bille, engl.sleeper, Eisenbahnschwelle, s. auch Asphaltschwelle. — 5.(Bergb.) quer über den Pfuhlbäumen liegende Hölzer, worin die Haspelstützen stehen. — 6. franz. plate-forme, sablière, engl. ledger, auch Ledge, S. eines Schwellrostes. Schwelleiche, f.,s. d. Art. Bauholz F. I. h. Schwellholz, u., 1. s. v. w. hölzerne Schwelle.ͥ 2. Das zu solchen, bes. zu Rostschwellen brauchbare Holz; s. d. Art. Bauholz.