Dom, m., frz. dome, m., engl. dome, ital. duomo, vom lat. domus oder griech. dna, Haus, daher ursprünglich für jedes Gotteshaus, als Haus der Häuser, später blos von den bischöflichen Hauptkirchen (Kathedralen) gebraucht; erst in der Spätrenaissaneezeit hat sich die Benennung bei den Franzosen und Engländern auf die bei solchen Kirchen häufig vorkommenden Kuppelgewölbe übertragen, s. dome. In Deutschland hießen die Kathedralkirchen Dom oder Domkirche, wenn sie nicht mit einem Kloster inVerbindung standen, sondern blos einem Vomstift, Knönchskollegium, Kanonikat, ihre Verwaltung anvertraut war; hingegen Küuster, wenn ein Kloster dazu gehörte.
Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 167Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei