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ErdkundeBrockhaus 1882

Dom, der höchste Gipfel der Mischabelhörner (s. Monte-Rosa)y im schweiz. Kanton Wallis, erhebt sich als scharfkantige Firnpyramide 18 km nördlich von der Dufourspitze des Monte-⸗Rosa zwischen dem Nikolai- und dem Saasthal zu 4554 m Höhe über dem Meere. Nach O. gegen den Feegletscher und das Sagsthal stürzt der Berg mit schroffen Glimmerschieferwänden ab, westlich senken sich gegen das Nikolaithal der Festi- und der Kiengletscher. Mit seinen Nachbarn, dem Täschhorn (4498 m) im S. und dem Nadelhorn (4334 m) im N., ist er durch hohe vergletscherte Kämme verbunden, deren tiefste Sättel das Domjoch (4268 m) und das Nadeljoch (4167 m) sind. Die Aussicht des Gipfels wird als die schönste in den Alpen bezeichnet. Zum ersten mal wurde der D. 1858 von dem engl. Klubbisten Davies über den vergletscherten Westabhang bestiegen; seither wurde die Besteigung, welche zwar lang, aber nicht gerade schwierig ist, mehrmals wiederholt. Das Domjoch und das Nadeljoch wurden zuerst 1869 von den engl. Bergsteigern Walker und Foster überschritten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 445Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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