FeedDrehscheibe
VerkehrBau-Lexikon 1881

Drehscheibe, f., 1. (Eisenbahnb.) frz. plate-forme f. tournante, engl. turntable. Man unterscheidet besonders zwei Arten: 2) kleine von 3½ —5 m. Durchmesser; diese bestehen aus kreisförmigen Bettungen mit einer Schienen-Fig. 1469. Fig. 1471. lage, welche mittels auf ihrer Unterseite angebrachter Friktionsrollen, Drehscheibrollen, frz. galet de plate-forme, engl. roller of turn-table, auf einer kreisförmigen Schiene laufen, die in dem Steinfalz der Ummauerung einer kegelförmigen Versenkung liegen, in deren Mittelpunkt die gußeiserne Drehungsachse der Scheibe sich befindet. Fallklinken halten sie in der jeweiligen Stellung fest; b) große von 9—10½ m. Durchmesser, meist nicht als volle Scheiben gestaltet, sondern als Brücke (Drehbrückt) von 2½¼ — 3 m. Breite mit einem Schienengeleise. Die Versenkung ist natürlich auch hier im Vollkreis angelegt. Die Friktionsrollen werden hier zu Rädern von 50—70 em. Durchmesser. Ueber die Stellung der Drehscheiben s. d. Art. Bahnhof. — 2. frz. roue à potier, engl. potter's lathe, threw, jigger, s. Töpferscheibe.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 180Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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