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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Edelstein, m., frz. pierre f. fine, p. précieuse, engl. precious stone. Unter Eten versteht man alle farbigen Mineralien, welche sich auszeichnen durch Reinheit, Durchsichtigkeit u. Härte; sie werden eingetheilt in ganz edle od. Juwelen und in Halbedelsteine. Zu den Juwelen rechnet man die seltenen Mineralien, wie Diamant, Topas, Rubin, Saphir, Smaragd, Beryll, Granat, edlen Opal, Turmalin, Chrysolith, Pyrop etc. Diese Ere zeichnen sich durch große Härte, lebhaften Farbenglanz, Durchsichtigkeit und Politurfähigkeit aus. Die Halbedelsteine zeigen diese Eigenschaften in geringerem Grad, kommen häufiger und in größeren Massen vor; einzelne finden im Bauwesen als Verzierung Anwendung. Von den Halbedelsteinen sind zu nennen die zahlreichen Schmucksteine der Quarzfamilie, wie Achat, Amethyst, Bergkrystall, Chalcedon, Carneol, Jaspis u. s. w. In der christlichen Symbolik bedeutet ein E. das Opferblut Christi u. der Märtyrer.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 197Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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