Eintheilung, k., frz. distribution, f. 1) Die Eintheilung des Junern von Wohugebänden hängt zum größten Theil von speziellen Bedürfnissen und Wünschen der Bewohner ab; es lassen sich daher für dieselben nur etwa folgende Regeln als allgemein gültig annehmen: der Haupteingang sei von der Straße aus, die Treppe von der Hausflur aus leicht zu finden; das Treppenhaus nehme keinen Raum weg, der zu Zimmern benutzbar sein würde, bes. keinen solchen Raum, wo man sonnige Zimmer mit schöner Aussicht anlegen könnte; vom Treppenhaus nach dem Vorsäl, von diesem nach dem Zimmer müssen gute u. bequeme Eingänge sein, die Zimmer sollen möglichst alle mit dem Vorsäl sowie untereinander in Verbindung stehen; alle Räume sollen direktes Licht u. direkte Luft empfangen, Winkeleien sind möglichst zu vermeiden, Schlafzimmer möglichst ruhig zu legen, auf die in die Zimmer zu stellenden Möbel ist Rücksichtzu nehmen etc. Außer den Wünschen des Bauherrn muß bei der E. die Lage des Gebäudes nach Straßen, Himmelsgegenden etc. Berücksichtigung finden; s. Anordnung. 2) Eintheilung der Feuster. Diese soll sich in der Hauptsache nach dem Innern richten, so daß die Fenster nicht zu nahe an den Zimmerecken stehen, die Schäfte nicht zu schmal sind etc. Aeußerlich sehe man zunächst darauf, daß die Fenster nicht zu nahe am Ende der Front oder eines Facadentheils stehen, und, wenn auch nicht im ganzen, doch in einzelnen Gruppen, symmetrisch eingetheilt sind. Keinesfalls aber darf man dieser äußern Symmetrie den innern Komfort opfern. 3) Eintheilung der Simstheilc, Verzierungen etc. Im allgemeinen muß diese so getroffen werden, daß nirgends eine Ueberladung, aber auch nirgends Kahlheit entstehe. Aktive Verzierungen, wie Säulen, Konsolen, Zahnschnitte etc., müssen, wenn sie gleichgroß sind, auch gleichweit von einander stehen, so daß sie gleichviel zu tragen haben. Ueber das Maß dieser Entfernung selbst s. Gesims, Intervall, Intercolumnium, Säule, Zahnschnitt etc. s.