Eisendachung, k., frztoiture en fer,engl. iron-roofing. 1) Eisendachkonstruktion. Einiges darüber ist schon in d. Art. Dach und Eisenbau beigebracht, welche daher zu vergleichen sind. a) Entwerfung u. Berechnung der aus geraden Verbandstücken bestehenden Eisendachkonstruktion ist in den meisten Fällen komplizirt und können die Regeln dafür nicht in den Raum eines Lexikons gebracht werden. Auch begnügt man sich in der Praxis meist mit einer Annäherungsrechnung, bei der Folgendes zu beachten ist: die einzelnen Konstruktionstheile können entweder so verbunden werden, daß aus der Verbindung selbstkein Widerstand resultirt, wenn das eine oder andere Verbandstück seine Länge od. Form durch irgend eine Einwirkung ändert, od. so, daß solche Veränderungen verhindert werden. Die erstere lose Verbindung geschieht z. B. durch Bolzen, letztere durch Flanschen od. Blechplatten, Schuhe etc., durch mehrfache Verschraubung od. Vernietung etc. Zu Vereinfachung der Rechnung nun sehe man die wesentlichen Konstruktionstheile als starr an, betrachte aber alle Verbindungen als lose, die mehrfach unterstützten Stangen als einfach unterstützt re. Nun nimmt man eine bestimmte Stärke der einzelnen Theile an u. basirt darauf die Rechnung; ergeben sich hierbei die angenommenen Stärken als zu schwach od. zu stark, so verändert man sie u. wiederholt die Rechnung etc. Ueber die hierbei in Rechnung zu ziehenden Kräfte s. d. Art. Elastizität, Biegung, Festigkeit etc., sowie die Art. Sparrenschub u. Statik. 2) Was die Eindeckung eiserner Dachkonstruktionen anlangt, so sind in dem Art. Dachdeckung die nöthigen Angaben für a) Eindeckung mit Schiefer enthalten, die wir hier in Fig. 1562 darstellen; a ist die Sparrenschiene, b die Traverse, é der Nagel der, durch den Schiefer gesteckt, sich hinter der Traverse anlegt. b) Eindeckung mit Wellenblech. Auch darüber ist ö schon in den Artikeln Dachdeckung und Eisenblech Einiges gesagt. Fig. 1563 u. 1564 stellen fertige Dachungen dar, erstere mit geradem letztere mit bombirtem Wellenblech ausgeführt. — Fig. 1565 stellt das Profil der Eindeckung dar. Die Federn a jeder oberen Blechreihe greifen unter die auf der Traverse b aufgenieteten Bleche der unteren Reihe, doch kann man auch das Wellenblech ganz so wie den Schiefer eindecken, oder auch nach Fig. 1566, wobei man weniger Nieten braucht. e) Nach Rabatel deckt man rautenförmiges Blech so ein, daß man die unteren zwei Seiten einwärts, die oberen auswärts umfalzt, so daß die unteren zwei sich in die Falze der anliegenden oberen Seiten zweier nächst darunter liegenden Rauten einbeißen; in der der Sparrenrichtung parallelen Diagonale der Raute ist eine kleine vertiefte Rinne angebracht, um den Abfluß des Wassers zu erleichtern; am oberen Ende dieser Rinne ist ein Punkt von unten aufgetrieben, über welchem die Raute mit einem Nagel, an ihrer Spitze, auf der Latte od. Traverse befestigt wird. d) Schwarzblech u. Gußeisen zu Dachungen ist deshalb nicht ganz zu empfehlen, weil der Anstrich (s. d.) sehr sorgfältig unterhalten werden muß. e) Weißblech ist zu klein, auch hält die Verzinnung nicht lange; f) am dauerhaftesten ist verzinktes (galvanisirtes) Eisenblech (s. d.). g) Weitere Eindeckungsarten, die auch auf E. anwendbar sind, s. im Art. Dachdeckung.