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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Elbkahn, m. (Schiffb.). Die Kähne auf der Elbe sind zwischen 14 und 23, doch meist etwa 20 m. lang, dann im Boden 2½, im Bord 3 m. etwa breit. Der größere, mittlexe Theil ist von gleichmäßiger Breite. Die Vorderspitze, 5¼ m. lang, heißt der Schaft; die Hinterspitze, 4 m. lang, der Stand; beide werden in besonderen Stücken, Schalspitzen, an den Kahn angesetzt. Der Boden ist ganz von Eichenholz; auf ihm liegen nur einige Planken, Blake. Die Seiten bilden nur je zwei Planken; die unterste, Bruhne, ist von Eichenholz, die oberste ist dünner und von Kiefernholz. Der E. erhält keine Binnung od. Ausfüllung, kein volles Verdeck, sondern nur vorn u hinten ein Stück auf die Seitenplanken aufgenagelten Decks, das Kappstück; zwischen denselben läuft auf jeder Seite des Kahns eine Latte (Laufbret), auf dem Kappstück u. der Latte steht noch ein niedriger Bord, der Rießbord. Die Kajüte, Bude, steht 5⅛ m. vom Hintertheil und besteht aus Tannenbretern. Das Steuer besteht uur aus einem gekrümmten Helmholz u. der Wasserdiele u. dreht sich umeinen Bolzen am Hinterrand des Kahns. Der Mastbaum stets aus einem Stück, oft bis 14m. hoch, wird in der Segelducht aufu ab gelassen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 233Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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