FeedSchoßrinne
BaukunstBau-Lexikon 1881

Schoßrinne, k. (Dachd.), Spritzblech, frz. noquet, m., bavette, f., engl. Hlashing, in den Einkehlen der Dächer neben Dachfenstern und Schornsteinen angebrachte kleine Rinne von Hohlziegeln oder Blech, s. Abweiseblech. Stchoßthüre, k. (Schleusenb.), in einem Schleusenthor vor einer in demselben angebrachten Oeffnung (Klinket, s. d. Art. Schleuse 1. I. e.) befindliche kleine Thüre. Die EIDELBERG O Universitats Oeffnung ist in der Regel 60 em. breit und 90 em. hoch, die Thüre ist 7 om. dick, besteht aus einem inneren Lager von 5 em. starken gefalzten Bohlen mit einer äußeren Decklage von 2½ em. starken gefalzten Bretern, und zwar so, daß sich die Holzfasern überkreuzen und beide Lagen vernagelt sind. Die Bohlen stehen 5em. vor der Oeffnung über, so daß sie an beiden Seiten Spunde bilden, mit denen sie in den 5 em. tiefen u. 5 cm. breiten Falzen der 10 om. breiten senkrechten Schoßthürleisten auf⸗ und niedergehen können. Eine Krampe in der Mitte der Thüre hält die senkrechte Zugstange, welche oben Zähne erhält, mit denen sie von einem Getriebe ergriffen wird, so daß sie mittels einer Kurbel regiert werden kann.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 4, S. 155Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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