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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Felsarten, k. pl., frz. roches, f. pl., engl. rocks (Gebirgsarten od. Gesteine), heißen größere Mineralmassen, sofern ihnen eine gewisse Selbständigkeit zusteht und sie eigenthümlichen Lagerungsgesetzen folgen. Sie sind 1. einfache, gleichartige, die nur aus einem Mineralkörper bestehen; 2. scheinbar gleichartige, d. h. solche, bei denen kaum mit bewaffnetem Auge, oft nur durch Anwendung mechanischer oder chemischer Trennungsmittel, verschiedenartige Mineralien unterschieden werden können; 3. zusammengesetzte, gemengte, ungleichartige, bei denen mit dem Auge verschiedenartige Mineralien erkannt u. durch mechanische od. chemische Mittel abgeschieden werden können; 4. Konglomerate oder Breccien, aus Trümmern oder dergl. zusammengefügt; 5. die Kohlen u. 6. die aus kieseligen Gerippen od. Panzern von Infusorien bestehenden Felsarten. Das Gefüge kann sein: körnig, schieferig, dicht, porphyr- oder mandelsteinartig.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 301Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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