FeedFlieder und holunder
PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Flieder und holunder, m.; diese beiden Namen, hier u. da auch Bergholder, werden in den verschiedenen Gegenden Deutschlands wechselnd zwei ganz verschiedenen Holzgewächsen beigelegt, nämlich: 1. dem Hilac, frz. Iilas, uu., engl. lHlace (Syringa vulgaris L., Fam. Oelbaumgewächse), den man in den Gärten seiner duftenden violetten oder weißen Blüten wegen zieht. Sein Holz ist ziemlich hart, schwer, zähe, weißgelb, an alten Stämmen schön roth geflammt. Es erreicht aber nur geringen Durchmesser und wird deshalb selten vom Tischler und Drechsler verarbeitet. — 2. Flieder, schwarzer, frz. sureau, m., engl. elder (Sambu⸗- cus niger, Fam. Fliedergewächse, Sambucae), Baum von mäßiger Größe, seiner medizinisch wirkenden Blüten und Beeren wegen häufig in Gehöften u. Gärten der Landleute angepflanzt, hat festes Holz, das sich zu Drechslerarbeiten eignet. Eine nahe verwandte Art ist der Lergholder (S. racemosus), s. auch d. Art. Chilianthus.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 349Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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