fortschreitende Bewegung, k. s. Bewegung. Cortuna (Cyche bei den Griechen), Glücksgöttin, nach Hesiod Tochter des Okeanos, nach Pindar Schwester der Moiren oder Parzen, nach Orpheus Tochter des Konsos od. Eubuleus; in der alten orphischen Religion identisch mit Hekate, Spenderin guter und böser Schicksale, Aufseherin der Städte. Bei den Griechen ward sie meist geflügelt dargestellt, bei den Römern meist ungeflügelt (weil das Glück in Rom beständig weile), mit Füllhorn u. Ruder, thronend oder auf der Erdkugel stehend; auch in der Rechten das Horn haltend und mit der Linken einen vor ihr knieenden Knaben aufhebend. Von ihren vielen Attributen seien erwähnt: das Horn der Amaltheia (zur Bezeichnung des segensreichen Geschicks), die Kugel oder das Rad (Zufall), das doppelte Steuerruder (Launen des Schicksals), das einfache Ruder (das waltende Schicksal), Diadem und Ruder (Weltherrschaft), Delphin und Ruder (Glück auf dem Meer), die Urne (für die Schicksalslöse), der Wagen (Symbol der Eile zum glücklichen Ziel), den Plutus (Reichthum) als Kind auf ihrem Arm etc.