FeedFußlambris
Sitten & ModeBau-Lexikon 1881

Fußlambris, m., fälschlich oft Fußlamperie geschrieben, hier und da Fußfockel gen., frz. lamabris m. d'appui, engl. socle-wainscotting, an Zimmerwänden hinlaufende, vom Fußboden aus 10—18 em. hohe Bretverkleidung, welche man auch wohl mit Tapete oder Gips überzieht. Sie wird mit hölzernen Dübeln an die Wand befestigt u. schützt dieselbe vor Verunreinigung. Es befindetsich oft eine schmale Leiste, Fußleiste, frz. lambris de socle, engl. skirting, Wash-board, ostrich-board, an dem F., oder statt desselben in dem Winkel, wo Wand und Fußboden an einander stoßen, um beim Reinigen des Fußbodens die Tapete nicht zu treffen, haher auch Scheuerleiste genannt. Auch wo solcher Schutz nicht nöthig ist, z. B. bei Bohnung oder gleichmäßigem Anstrich des Fußbodens und des F., sollte man auf dem Fußboden, 5—11 cem. von der Wand entfernt, eine kleine Fußleiste, in Oesterreich Sesselleiste genannt, anbringen, an welche sich die Füße der Stühle stellen, um durch das Rücken dieser Möbel die Wand nicht zu zerkratzen; s. übrigens Boiserie, Lambris ete.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 388Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sitten & Mode 6