Fußlambris, m., fälschlich oft Fußlamperie geschrieben, hier und da Fußfockel gen., frz. lamabris m. d'appui, engl. socle-wainscotting, an Zimmerwänden hinlaufende, vom Fußboden aus 10—18 em. hohe Bretverkleidung, welche man auch wohl mit Tapete oder Gips überzieht. Sie wird mit hölzernen Dübeln an die Wand befestigt u. schützt dieselbe vor Verunreinigung. Es befindetsich oft eine schmale Leiste, Fußleiste, frz. lambris de socle, engl. skirting, Wash-board, ostrich-board, an dem F., oder statt desselben in dem Winkel, wo Wand und Fußboden an einander stoßen, um beim Reinigen des Fußbodens die Tapete nicht zu treffen, haher auch Scheuerleiste genannt. Auch wo solcher Schutz nicht nöthig ist, z. B. bei Bohnung oder gleichmäßigem Anstrich des Fußbodens und des F., sollte man auf dem Fußboden, 5—11 cem. von der Wand entfernt, eine kleine Fußleiste, in Oesterreich Sesselleiste genannt, anbringen, an welche sich die Füße der Stühle stellen, um durch das Rücken dieser Möbel die Wand nicht zu zerkratzen; s. übrigens Boiserie, Lambris ete.