Geest, f., hohes Meeresufer, was von den Wellen nicht überspült werden kann, daher Geestland, Geestdeich, der von den Wellen nicht erreicht wird. Gefälle, n., Rösche, f. 1. auch Fall, Neigung, frz. pente, inclinaison, f. (.emont, m.), engl. fall, slope, inclination (ascent, gradient), daß Maß für jede Neigung, ausgedrückt durch das Verhältnis der Abhangshöhe zur horizontalen Länge; daher z. B. G. einer Bahn, s. d. Art. Eisenbahn und Straße; Gefälle einer Böschung, s. Böschung sowie d. Art. Abhang. — 2. frz. chute, engl. fall. Bei Flüssen etc. ist das G. der Vertikalabstand zweier Wasserspiegelpunkte in einer bestimmten Flußstrecke. Man unterscheidet das relalive G., d. h. dasjenige, welches innerhalb der Längenmaßeinheit, also 1 m., liegt, u. absolutes G., das Gesamtgefälle zwischen zwei weiter von einander gelegenen Punkten. Das relative G. giebt man in Decimalbrüchen nach Ausrechnung des Quotienten, absolutes G. durch Entfernung der Endpunkte an. Wenn z. B.ein Fluß auf 1000 m. Länge ein absolutes G. von 0,63 m. hat, so ist dessen relatives G. = 0„ 3s etc. Um das Wasser durch sein Gewicht wirken zu lassen, wo also das natürliche G. nicht zureicht, wird durch Aufstauen des Wassers künstliches G., frz. chut, engl. head, erzeugt. Unter G. eines Wassertriebwerkes versteht man die Höhendifferenz zwischen den Spiegeln des Oberwassers (vor dem Schützen) u. des Unterwassers (unter dem Rade). (v. . — 3. Geneigte Vorrichtung zum Hindurchlassen von Flüssigkeiten, s. d. Art. Aftergefälle und Durchlaßgraben. Ueber den Einfluß der Gefälle auf die Stromgeschwindigkeit u. dadurch auf Brückenbau s. d. Art. Brücke und Strom.