Gesenke, v., 1. frz. Etampe, estampe, f., engl. swage, boss (Schloss., Schmied), in Eisen vertiefte Form, in welcher Gegenstände von bestimmter Gestalt, z. B. Schlüsselhälse, Nagelköpfe u. dgl., geschmiedet werden sollen, werden erzeugt durch das Einschlagen eines gehärteten Modells in weiches Eisen, welches dann ebenfalls gehärtet wird; ist der herzustellende Gegenstand auf der oberen Seite eben, so braucht man blos ein Untertheilgesenk u. schlägt dann auf das eingelegte Eisen mit dem Schmiedehammer; soll aber auch die Oberseite Formung bekommen, so besteht das G. aus 2 Theilen; der untere Theil, das Untergesenke, franz. dessous m. d'estampe,engl. die, bottom, bottom-swage, a Fig. 1886, wird mit dem Zapfen in den Amboß eingesetzt, das zu bearbeitende warme Eisen in die Rinne eingelegt, das Obergesenke, franz. dessus m. d'estampe, engl. top, top-swage, b darauf gesetzt und mit dem Hammer darauf geschlagen; auch wird wohl das Obergesenke selbst als Hammer geführt u. heißt dann Gesenkhammer, frz.croissant. Die Vertiefungen in Ober⸗ und Untergesenk sind natürlich verschieden, je nach der dem Eisen zu gebenden Form. — 2. Formen mit entsprechend geformten Hämmern, Gesenkhämmern, mittels welcher Buchstaben und allerlei Verzierungen kalt in Eisenblech geschlagen werden. — 3.s. v. w. Haueisen (.d.). — 4. Unterster Theil eines Bergwerkes, auch Schacht, von einer Strecke aus tiefer hineingetrieben.