FeedGipsabguß
TechnikBau-Lexikon 1881

Gipsabguß, m., frz. plätre, m., jet de platre, engl. Pplaster-cast, s. Form u. Abguß. Will man verkohlbare, kleine Gegenstände abformen, so mengt man dem G. feingepulvertes Ziegelmehl, Thon oder Pfeifenerde zu, formt u. glüht dann die Form, damit das Modell verkohle. Beim Abgießen größerer Gegenstände mache man den G. dicker an als für kleinere. Die Form muß fettig sein, damit der G. sich nicht anhänge. Rührt man den G.mit Alaunwasser an, so wird er härter; auch kann man fertige Gipsabgüsse in Alaunwasser (12—13 Th. Wasser auf 1 Th. Alaun) eintauchen, worauf sie sich mit feuchter Leinwand poliren lassen. Auch mit saurer Milch angemachter G. ist hürter als mit Wasser angemachter. Auch ein Zusatz von 2 Proz. Borax (dem Gewicht nach) wird empfohlen, um das Härten zu verzögern u. zu erhöhen; vergl. auch d. Art. Wasserglas. Ginsarbeiten, f. pl., frz. gypserie, engl. pargetting; s. im Art. Gips, Gipsdecke, Gipssims, Gipsstuck etc.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 457Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 11

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6