FeedGoldamalgam
NaturlehreBau-Lexikon 1881

Goldamalgam, n. Zur Vergoldung mittels eines Amalgams braucht man meistens Dukatengold, jedoch gewährt es nicht die schöne Farbe wie feines Gold. Ist Silber im Gold enthalten, so geht die Farbe der Vergoldung ins Grünliche, durch Zusatz von Kupfer wird sie röthlich. Man hämmert das Gold, um ihm die Anquickung mit Quecksilber zu erleichtern, zu dünnen Blechen. Das abgewogene Gold erhitzt man in einem irdenen Tiegel von feinem Korn, welchen man mit Kreide ausstreicht, zu gelindem Rothglühen, und rührt es nach einem Zusatz von 6—8 Theilen Quecksilber gut um. Darauf schüttet man es kurze Zeit in kaltes Wasser, damit es schnell abkühle und nicht bei der in langsamer Abkühlung eintretenden Krystallisation Körner bilde, welche das Auftragen erschweren; s. übr. Amalgam und Vergolden.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 482Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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