Forlana, ein Tanz in verschiedenen Abteilun-La der besonders bei der ländlichen Bevölkerung enedigs und den Gondolieren gebräuchlich und nach den Forlanern (Furlanern), den Bewohnern von Friaul, benannt ist. Der Tanz ist heitern Charakters, die Musik bewegt sich gewöhnlich im 76⸗, seltener im /½-Takt. örleule, s. Fichtenschwärmer. orli, das alte Forum Livii, Hauptstadt der gleichnamigen ital. Provinz (1988,6 ꝗkm mit 11881] 251110 E.), in der sog. Emilia, an der alten Amilischen Straße und der Italienischen Südbahn, am rechten Ufer des Montone gelegen, ist Sitz eines Bischofs und des Präfekten, hat ein höheres technisches Institut, ein Gymnasium, eine technische Mittelschule, eine Normalschule mit Konvikt, eine öffentliche Bibliothek und (1881) 40934 E., welche hauptsächlich Seidenspinnereien und Wachsbleichen unterhalten. Die Stadt ist gut gebaut und besitzt mehrere bemerkenswerte Paläste. Unter den zahlreichen Kirchen sind die merkwürdigsten die Kathedrale Sta.⸗Croce mit einer von Carlo Cignani binnen 20 Jahren (1686—1706) ausgemalten Kuppel und den Grabstätten Cignanis und Torricellis, San-Mercuriale (nach dem ersten Bischof von F. genannt), eine roman. Kirche von 1180, mit Skulpturen (drei Könige) aus dem 14. Jahrh. über dem Portal und tüchtigen Gemälden von Innocenzo da Imola und Palmezzano, und die Kirche San-Girolamo, mit schönen Fresken von Melozzo und Palmezzano und dem Grabmal der Barbara Manfredi (gest. 1466), in reicher Frührenaissance. Die Pinakothek im Gymnasium enthält gute Bilder von Francesco Francia, Palmezzano, Melozzo, Rondinelli u. a. Das dem Anatomen Morgagni (gest. 1771) errichtete Denkmal wurde 1875 enthüllt. Die Citadelle, um 1360 von Kardinal Albornoz begonnen, ist jetzt Strafanstalt. F. ist der Geburtsort des Malers Melozzo und des Arztes Morgagni. Die Stadt wurde angeblich vom Konsul Marcus Livius Salinator nach dessen Siege über Hasdrubal am Metaurus 207 v. Chr. erbaut und nach ihm benannt. Im spätern Mittelalter bildete F. (mittellat. auch Forlivium) eine Republik und wechselte in den Kämpfen der Guelfen und Ghibellinen häufig seine Herren. Bis 1315 hatten die erstern die Oberhand, seitdem aber die Familie Ordelaffi und später die Riarii bis zu Ende des 15. Jahrh. Cäsar Borgia riß 1502 F. und die ganze Romagna an sich, doch unterwarf es sich schon 1503 dem Papste Julius II. und blieb fortan päpstlich, bis es 1860 von Piemont annektiert wurde.