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NaturlehreBrockhaus 1882

Formeln nennt man für besondere Fälle vorgeschriebene oder gebräuchliche Worte und Wendungen, z. B. Gebets⸗, Rechtsformeln. In der Mathema tik versteht man unter einer F. den in allgemeinen Zeichen, Buchstaben gegebenen Wert einer aus mehrern andern zuf ammengesetzten Größe;: man unterscheidet algebraische, analytische, trigonometrische u. dgl. F. In der Chemie bezeichnet man mit F. die Zusammensetzung einer Verbindung durch Zusammenstellung der chemischen Zeihen der einzelnen Elemente derselben. (S. Chemische Formeln.) ormenlehre, auch Morphologie genannt, wird in der Grammatik in verschiedenem Sinne gebraucht: entweder man teilt die gesamte Grammatik ein in F. und Syntax; dann umfaßt die 0 alles über das Wort als einzelnes zu Lehrnde, also Lautlehre, Flexionslehre (s. Flexion) und Wortbildungslehre; oder man trennt die Lautlehre als besondern Teil ab, dann umfaßt die F. nur die Lehre von der Flexion und der Wortbildung. Häufig wird indes F., wenn keine nähere Bestimmung hinzugefügt ist, auch bloß als Lehre von der Flexion verstanden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 6Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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