Forst., bei naturwissenschaftlichen Namen Abkürzung für Forster (Joh. Reinhold). orst, früher Forsta oder Forste, Stadt im Kreise Sorau des Regierungsbezirks Frankfurt a. O. der preuß. Provinz Brandenburg, in der frühern Markgrafschaft Niederlausitz, an der Görlitzer Neisse und der Halle-Sorau-Gubener Eisenbahn, ist Sitz eines Amtsgerichts, einer Reichsbank-Nebenstelle, eines Kreditkassenvereins und einer Vorschuß⸗, Diskont⸗ und Depositenbank, hat zwei evang., eine altluth. und eine kath. Kirche, ein der Sudt veren und zählt mit dem 18 1874 mit der Stadt vereinigten Dorfe Altforst (1880) 16121 CE., deren Haupterwerbszweig neben Landwirtschaft die Fabrikation wollener Tuchstoffe bildet, welche 50 mit Dampf betriebene Fabriken und 5700 Arbeiter • % und jährlich Waren im Werte von 20 Mill. Mark liefert. F. wurde im 13. Jahrh. gegründet, gehörte damals den Herren von Eilenburg, kam 1385 an die von Biberstein, 1667 an Sachsen-Merseburg, 1740 an Kursachsen, 1815 an Preußen; seit 1746 gehört es zur Standesherrschaft Forst⸗-Pförten der Grafen von Brühl.