Dobrilugk, Stadt in der preuß. Provinz Brandenburg, Regierungsbezirk Frankfurt, Kreis Luckau, an der zur Elbe gehenden Kleinen Elster und an den Linien Berlin-⸗Dresden und Halle-Guben der Preußischen Staatsbahn, ist Sitz eines Amtsand Ta und zählt (1880) 1452 E., welche Acker- und Tabaksbau treiben. Unmittelbar bei D. liegt der Flecken Schloß-Dobrilugk mit 200 E., Sitz einer Oberförsterei; das ehemalige Kloster daselbst brannte 1854 ab. Dobkisch (czech. Dobris), Stadt im mittlern Böhmen, Bezirkshauptmannschaft Pribram, an der Straße von Piibram nach Prag, in einer der waldreichsten Gegenden des Landes, ist Sitz eines Bezirksgerichts und zählt (1880) 3166, als Gemeinde 3542 C. böhm. e die neben den ben en Gewerben zumeist Feldwirtschaft betreiben. Die Teiche in der nächsten Umgebung sowie die ausgedehnten Waldungen daselbst sind Besitz des Fürsten von Colloredo-Mansfeld, dessen Schloß einen schönen Park und einen großen Tiergarten hat. Die Friedhofkapelle enthält die Familiengruft des Colloredoschen Hauses. D. war in älterer Zeit eine Jagddomäne der böhm. Landesfürsten und wurde namentlich vom Kaiser Karl IV. und Wenzel häufig besucht. Sigismund verpfändete das Gut an die Herren von Kolowrat. Unter Ferdinand II. gelangte dasselbe durch Kauf an den Grafen Bruno von Mansfeld, dessen Familie es bis 1780 besaß. Durch die Heirat der Gräfin Isabella Anna von Mansfeld mit dem Fürsten Franz Gundaker von Colloredo kam es an die letztere Familie.