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GeschichteBrockhaus 1882

Fourier (Jean Baptiste Jos., Baron). franz. Mathematiker, geb. zu Auxerre 21. März 1768 als Sohn eines Schneiders, war ein Zögling der dorgen Kriegsschule und erhielt schon in seinem 18. Jahre eine Professur an derselben, wurde später an der pariser Normalschule, kurz darauf an der ++ Schule angestellt und fol te dem General Bonaparte nach Agypten. Hier eistete er wichtige polit. Dienste und war zugleich Sekretär des Institut d'Egypte und eifriger Mitarbeiter an der Description de I'Egyptes, deren meisterhafte histor. Einleitung ihn zum Verfasser hat. Nach der Rückkehr nach Frankreich wurde er 1802 zum Präfekten des Isere-Departements ernannt, was er bis 1815 blieb, und 1808 zum Baron erhoben. In seiner Stellung als Präfekt vollendete er die lange vergeblich versuchte Austrocknung der Moräste in Bourgoin bei Lyon. Nach der Rückkehr Napoleons von Elba erließ F. einen Aufruf in royalistischem Sinne, wurde aber gleichwohl von Napoleon zum Präfekten des Rhöne-Departements ernannt, jedoch bald wieder abgesetzt. F. schlug nun seinen Wohnsitz in Paris auf, lebte ganz seinen Studien und wurde noch 1815 von der Akademie der Wissenschaften, die bereits 1807 seine Preisschrift uber die Verbreitung der Wärme durch feste Körper gekrönt hatte, zum Mitglied, später zum Sekretär auf Lebenszeit ernannt. Er starb 16. Mai 1830. Sein berühmtestes Werk ist die Théorie analytique de la chaleuro (Par. 1822). Einen verwandten Gegenstand behandelt das Mémoire sur les températures du globe terrestre et des espaces planẽtaireso Gar. 1827). Nächst der Wärmelehre beschäftigte ihn die Theorie der Gleichungen in dem Werke „Analyse des équations déterminéesv, das nach seinem Tode durch Navier herausgegeben wurde (Par. 1831).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 46Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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