Fraga, Stadt in der 25. 1 Provinz Huesca, in Aragonien, 29 kEm im SW. von Lerida, links an dem Cinca, einem rechtsseitigen ahen sent des zum Ebro gehenden Segre, über welchen seit 1847 eine Hängebrücke führt, in 121 m Höhe, zählt (1877) 6761 E.; sie steht auf dem Abhange zweier ehemals befestigten Hügel, hat eine alte versa vordem Moschee, mit sehr hohem Turme, verfallene Mauern und ein ehemaliges Residenzschloß arab. Fürsten. Während der Maurenherrschaft hieß F. Afragha und lag in der Landschaft Es-Seitun, um 1133 wurde es von den Aragoniern erobert und gehörte alsdann zur Grafschaft Ribagorza. auf etwas, das wir erfahren wollen. Eine F. findet daher immer nur statt in der Erwartun einer Antwort. Wir denken hierbei gewöhnli an eine zweite Person, an welche die F. sich richtet, und aus deren Munde wir erfahren, was wir wissen wollen. Doch ist dieses nur ein Spezialfall der Fragethätigkeit, welche ihre Antworten, nach denen sie strebt, häufig ebenso wohl aus unmittelbarer Erfahrung oder innerm Nachdenken schöpfen kann. Im letzten Falle fällt der Fragesteller mit dem Antwortgeber in Einer Person zusammen. Die Spannung der F. als das Streben oder der Trieb nach dem, was wir wissen wollen, heißt die der daran oder Wißbegierde. Dieselbe ist entweder darauf gerichtet zu erfahren, ob etwas in 4 wisser Art ist oder nicht ist (Affirmativ⸗ oder Negativfrage), oder welche Wahl zwischen verschiedenen Fällen zu treffen ist (Disjunktivfrage). In ähnlicher Weise unterscheidet man «Entscheidungsfragery und „Bestimmungsfrage », von denen die erstere auf die Gültigkeit irgend eines Urteils, die letztere auf die Feststellung eines Subjekts für ein gegebenes Prädikat gerichtet ist. Eine praktische Bedeutung gewinnt die F. bei der katechetischen oder Sokratischen Methode des Unterrichts, welche darin besteht, daß man Vernunftwahrheiten nicht auf belehrende (dogmatische) Art unmittelbar mitteilt, sondern vom Schüler vermöge seines eigenen, durch F. erregten Nachdenkens finden oder entdecken läßt. Die Kunst der Katechetik besteht darin, zu diesem Endzwecke immer das Passendste zu wählen und bald durch F. unbedingter Art (kategorische F.), bald bedingter Natur (hypothetische F.), bald durch F. nach den Gründen einer Behauptung GKausalfragen), nach ihren Folgen und Wirkungen (Konsekutivfragen), ihren Zwecken und Absichten (Finalfragen) das achdenken auf die rechte Spur zur Findung der beabsichtigten Wahrheit zu leiten. Haupteigenfacheit einer guten katechetischen F. sind: 1) Einachheit und Kuürze, 2) Deutlichkeit und Präcision, 3) Angemessenheit zur Bildungsstufe des Gefragten. ei der wissenschaftlichen Forschung hängt ebenfalls der Erfolg meistenteils von der Gewandtheit und Umsicht ab, womit man in Beziehung auf das, was man durch trfahren wi Beobachtung oder Nachdenken zu erfahren wünscht, die F., auf deren Beantwortung es dabei ankommt, u. Penu seusch Genau formulierte F. dieser Art hei en wissenschaftliche Probleme (s. d.). Im weitern Sinne wird auch im polit. Leben jede mit Schwierigkeiten verknüpfte, noch zu lösende Aufgabe F. genannt, z. B. die soziale F.