Frauck (Jean), belg. Bildhauer, geb. 30. Nov. 1804 in Gent, war Schüler der antwerpener Akademie und machte daselbst so treffliche Fortschritte, daß ihm der erste Preis anlaßlich der Konkurrenz zum Ruyterdenkmal zuteil wurde. Seit 1831 vervollkommnete er seine Studien in Paris, begab uch aber in die Heimat zurück und war daselbst vielfach öm Ausstattung kirchlicher und profaner Gebäude urch plastische Arbeiten thätig. Die Kunstschule in Löwen ernannte ihn zum Professor, 1837 aber kehrte er nach Gent zurück. Frauck (lauch Frank geschrieben, Joh.), geistlicher Liederdichter des 17. Jahrh., geb. 1618 zu Guben, studierte die Rechte, ward 1661 Bürgermeister seiner Vaterstadt und starb daselbst 1677 als Landesältester der Niederlausitz. Von ihm erschienen: Geistliches Siond (Guben 1672; 2. Aufl. 1674) und «Geistliche Liedero, herausgegeben von Pasig (Grimma 1846), die ein tief religiöses Gemüt bekunden. Seine Lieder: „Schmücke dich,o liebe Seelev, Alle Welt, was kreucht und webetos, „Jesu, meine Freudey, „Du, o schönes Weltgebäudey haben sich in den Gesangbüchern erhalten.