Echtermeyer (Karl), Bildhauer, geb. zu Kassel 7. Okt. 1845, übte schon in jungen Jahren bei seiiem Vater die Technik des Modellierens, sodaß er m Alter von 14 Jahren bereits die Apostel nach Zeter Vischer zu kopieren unternahm. An der Akaemie seiner Vaterstadt zeichnete er sich durch mehere wohlgelungene Arbeiten, wie Venus in der Nuschel liegend, Schlafender Faun, sowie durch die Zorträtbüste des Professors Müller aus und erhielt in Staatsstipendium. Seine Ausbildung erhielt in Dresden unter Hähnel, der ihn vier Jahre ang unterrichtete und an dessen Arbeiten, z. B. am Denkmal Körners, E. teilnahm. Unterdessen schuf F. einige selbständige Werke, von denen der tanzende Faun mit dem Tamburin auf der münchener Lunstausstellung zur Verlosung angekauft und samt einem Pendant, der tanzenden Bacchantin, 1874 für zie Nationalgalerie in Berlin erworben wurde. Nach einer Reise in Italien eröffnete E. in Dresden ein eigenes Atelier. Nun führte er den Faun und zie Bacchantin für das neue Hoftheater daselbst in Sandstein aus, für die Albrechtsburg in Meißen zollendete er eine Statue Friedrichs des Streitzaren, die kolossalen Gruppen der Kunst und Wisenschaft für das Polytechnikum in Braunschweig. luch das Modell der 100 Fuß hohen Festsäule mit en Figuren der Gerechtigkeit, dem Se keit, Wisenschaft und Kunst, welche bei dem Jubiläum des Herzogs 1881 errichtet wurde, ist seine Erfindung. Line über 3 me hohe Germania lieferte er als Kriezerdenkmal für Dortmund. R der Gemäldegalerie u Kassel stellte er in acht 9 armorfiguren die für die Geschichte der bildenden Künste bedeutendsten zänder dar. Für die Kirche zu Reudnitz bei Leipzig ieferte er 1883 eine Statue des heil. Paulus. Im April 1883 erhielt er mit dem Titel Professor einen Ruf zum Lehrer für Modellieren und Bossieren an der Technischen Hochschule zu Braunschweig an Stelle Howaldts.