Frauklin (Christian Fürchtegott Otto), namhafter Lehrer des deutschen Rechts, geb. 27. Jan. 1830 zu Berlin, studierte Geschichte und Jurisprudenz, promovierte 1852 als Doktor der Re te, arbeitete in Breslau und Berlin als Referendar und Assessor, habilitierte sich zugleich bei der Juristenfakultät zu Breslau 1860 und wurde 1863 ord. Professor des deutschen Rechts in Greifswald. m J. 1873 wurde er in gleicher Eigenschaft nach übingen —4 wo er als akademischer Lehrer eine einflußreiche Wirksamkeit übt. Seine wissenschrit: 4 Laufbahn eröffnete er mit einer Preisschrift: «Die deutsche Politik Friedrichs I., Kurfürsten von Brandenburgo (Berl. 1851). Von seinen übrigen der Rechtswissenschaft gewidmeten und durch gründliche, quellenmäßige Forschung sich auszeichnenden Schriften sind zu nennen: «Beiträge zur Geschichte der Rezeption des röm. Rechtso (Hannov. 1863), (Das Reichshofgericht im Mittelalter 5 (2 Bde., Weim. 1867), „ Sententiae curiae regiae, Rechtssprüche des Reichshofs im Mittel5 is zum Jahre 1495 5 (Berl. 1871), «Das eutsche Reich nach Severinus von Monzambanod schen Prit 1872), „Geschichte und System des deutchen Privatrechts v 50 Aufl., Tüb. 1882). Franklin (Sir 11595 engl. uinshire, geb. 16. April 1786 zu Spilsby in Lincolnshire, trat in einem Alter von 14 J. als Midshipman am Bord des Kriegsschiffs Polyphemus in den Marinedienst. Als solcher wohnte er 1801 der Schlacht von Kopenhagen bei, begleitete dann 1803 seinen Verwandten, den Kapitän Flinders, auf dessen Entdeckungsreise nach der Südsee, litt aber an der Küste Australiens Schiffbruch. In der Folge war er Signalkadett des Bellerophon bei Trafalgar, diente 1814 auf dem Bedford, welcher die alliierten Monarchen nach England brachte, und geriet 1815 beim verunglückten Angriff auf Neuorleans in Gefangenschaft. Nachdem die Aufsuchung einer nordwestl. Durchfahrt durch Roß mißlungen war, eruns F. 1819 den Auftrag, in Begleitung Richardons und Backs eine Landreise von der Hudsonsbai aus nach der Mündung des Kupferminenflusses im Einverständnis mit Parry zu unternehmen, der diese Gegenden zu Schiff besuchen sollte. Auf dieser Reise verfolgte er die Küste bis zum Kap Turnagain (68 ½ nördl. Br.) und kehrte, nachdem er mmsagliche Mühsale erduldet und nur durch den Beistand einiger Indianer vom Tode errettet worden, 1822 nach England zurück. Zum Marinekapitän befördert und von der Royal Society Den Mitlied erwählt, trat er im Febr. 1825 mit denselben Gefahrten eine zweite Entdeckungsreise nach dem Polarmeere an, auf der er die Küste zwischen dem Mackenzie⸗ und Kupferminenflusse untersuchte. Teuand er 22. Aug. 1827 bis zur nördlichsten S. andspitze, Kap Barrow, in 71 23, 39“ nördl. r. und 156 21“ westl. L. (von Greenwich), gelangt war, mußte er der vorgerückten Jahreszeit wegen umkehren. In Anerkennung seiner Verdienste wurde F. von Georg IV. zum Ritter ernannt. Von 1832 bis 1834 befehligte er ein Linienschiff im Mittelländischen Meer und ging dann als Gouverneur nach Tasmanien, von welchem Posten er nach siebenjähriger, höchst verdienstvoller Wirksamkeit im März 1843 abberufen wurde. Anfang 1845 traf er wieder in England ein, wo man sich eben mit den Vorbereitungen zu einer neuen Expedition beschäftigte, um das noch ungelöste Problem einer nordwestl. Durchfahrt zu enträtseln. Die beiden Schiffe Erebus und Terror, mit welchen der jüngere Roß seine Reise nach dem Südpol ausgeführt hatte, wurden hierzu segelfertig gemacht, und F. übernahm die Leitung derselben, in der ihm die Kapitäne Crozier und Fitzjames zur Seite standen. Die Expedition segelte 19. Mai 1845 ab, langte 4. Juli bei den Walfischinseln an und wurde 26. Juli in der Melville-Bai unter 77˙ nördl. Br. und 66 13“ westl. L. (von Greenwich) zum letzten mal gesehen. Seit dieser Zeit fehlten alle Nachrichten über die kühnen Seefahrer. Von 1848 an wurden von der engl. Regierung, von der Gattin F.s und von dem amerik. Kaufmann Grinnell wiederholt Expeditionen ausgerüstet, um teils von der Baffinsbai, teils von der Beringsstraße aus die Verlorengegangenen r am ohne daß man lange zum Ziel gelangte. Nur am Kap Riley, bei der Einfahrt in den Wellingtonkanal, entdeckte man 1850 Spuren einer Lagerstätte, die zu dem Glauben berechtigten, daß F. 1846 hier überwintert habe. Die Aussagen der Eskimos gaben 1854 die erste Andeutung von dem traurigen Schicksal der Expedition, durch deren von M'Clintock 1859 zu Tage geförderte Überbleibsel und schriftliche Nachrichten man endlich die Gewißheit erlangte, daß F. nach überstehung eines zweiten, grausenvollen Winters 11. Juni 1847 den furchtbaren Beschwerden erlegen war. Seine wen Jahn⸗ waren im Laufe desselben und des folgenden Jahres durch Hunger und Kälte fast bis auf den letzten Mann umgekommen. Der Nordpolforscher C. F. Hall sammelte im Dez. 1864 von Eskimos der Hudsonsbai Nachrichten über einige der damals noch Überlebenden, welche vor einigen Jahren zu ihnen gekommen seien, und unter denen sich Kapitän Crozier befand. Den Inhalt des verlassenen Schiffs hatten die Eskimos sich zu Nutze gemacht. Die frühern Entdeckungsreisen F.s schildern Narrative of a journey to the shores of the Polar Sea, in the years 1819— 225 (2 Bde., Lond. 1824; deutsch, 2 Bde., Weim. 1823 —24) und «Narrative of a second expedition to the shores of the Polar Sea, 1825—275 (3 Bde., Lond. 1828; deutsch, Weim. 1829). F. war zweimal vermählt; zuerst 1823 mit der Dichterin Eleanor Anne Porden, geb. 1795, gest. 22. Febr. 1825, dann 1828 mit Jane Griffin, geb. 1805, gest. 18. Juli 1875, einer edeln und hochherzigen Frau, die den Teil hre zur Auffindung des Gatten den größten Teil ihres Vermögens opferte. Rerrreien W. ein Mineral aus der Klasse der wasserfreien Metalloxyde, ein Glied der Spinellruppe, krystallisiert im regulären System, im ktaeder oder in der Kombination desselben mit dem Rhombendodekaeder, wobei die Individuen oft an den Kanten und Ecken abgerundet sind; auch derb in körnigen 2. Hewicht Die Härte ist 6 bis 6,5, das spezifische Gewicht 5, bis 5,1, die Farbe eisenschwarz (dünne Splitter scheinen indessen schön blutrot durch), der Strich braun. In chem. Hinsicht ist der F. eine Verbindung von 1 Molekül Monoxyd mit 1 Molekül Sesquiorxyd, RO + ReO5, wobei RO vorwaltend Zinkoxyd nebst etwas Eisenoxydul und Manganoxydul, R. O, Eisenoxyd nebst etwas Manganoxyd bedeutet. Der Gehalt an Zinkoxyd beträgt etwa 21, der an Eisenoxyd etwa 60 Proz. Erwärmte Salzsäure löst ihn unter Chlorentwickelung auf. Der F. findet sich zu Franklin und Stirling in Neujersey, zusammen mit Rotzinkerz und Kalkspat in oft mehrere Decimeter großen Stücken.