Franklin (73° 16 nördl. Br., 22 10 westl. L. von Greenwich), einem Vorgebirge des Hudsonslandes, und Kap Humboldt, in welche die Germania auf der zweiten deutschen Nordpolarexpedition unter Kapitän Koldeweys Führung 10. Aug. 1870 eindrang. Ihre Breite beträgt von der Mündung bis zu der nordwärts bis zum Fuße des Waltershansen-Gletschers gehenden großen Abzweigung durchschnittlich 22 Em. Jenseit dieser Abzweigung zieht sich ein (vVon der Germania untersuchter) Arm nach Westen, dann nach Südwesten, indem derselbe sich anfänglich auf 4 km verengert, später aber wieder auf durchschnittlich 812 Em erweitert. Die Germania verfolgte auf einer Strecke von 125 kmein gerader Linie den Fiord bis zu einem unter 73 12 nördl. Br. und 25 54“ westl. L. gelegenen Punkt. Hier spaltet sich der Fiord wieder in einen nach Norden und einen nach Südwesten gehenden Arm; den Lauf des letztern konnte man von der Spitze eines Bergs etwa bis 28 westl. L. mit dem Auge verfolgen. Die Tiefe des Fjord in der Mitte des Arms, in dem das Schiff ankerte, betrug über 9%⁰0 m. Außer dem Waltershausen-Gletscher, dessen Gletscherzunge bis 300 m über dem Meeresspiegel mit einer Mächtigkeit von 90 m herabreicht und der von Copeland und Payer bis zu 300 m über der 1140 m hoch liegenden Firngrenze erstiegen wurde zeigten sich nach innen zu überall zahlreiche, steil zum Wasser abfallende Gletscher, von denen unstreitig sich die Eisberge, mit denen der Fjord gefüllt ist, ablösen. Auf der Südseite des Fjordes erheben sich im Westen des bis jetzt erforschten Teils die Payer-Spitze zu 2200 und die Petermanns-Spitze zu etwa 3480 m.