FeedFrederikshavn (Friedrichshafen)
VerkehrBrockhaus 1882

Frederikshavn (Friedrichshafen), Städtchen im nördl. Jütland, im dän. Stift Aalborg, Amt Hjörring, an der Küste des Kattegat, Endpunkt der Jütischen Eisenbahn (Vamdrup-F.), zählt (1880) 2891 E., hat einen sichern und geräumigen Hafen Platz für ca. 300 Schiffe), der bei Stürmen sehr gesucht wird, und ist durch Dampfschiffahrt verbunden: mit Gotenburg dreimal wöchentlich, mit Kristiania einmal wöchentlich, mit Kristiansand dreimal wöchentlich (doch nur im Sommer). F. ist eine der jüngsten Städte Dänemarks 0. welchen 1818) und hieß vormals Fladstrand, welchen Namen die Hafencitadelle noch führt. Wrederätsvord, s. Serampore. rederiksvord, freie Armenkolonie, unweit Vledder in der niederländ. Provinz Drenthe, ward 1818 durch einen Wohlthätigkeitsverein (Maatschappij van Weldadigheid) gegründet, unter der Obhut des Prinzen Friedrich der Niederlande und der Leitung des Grafen van den Bosch. Die Kolonisten sind dürftige, den Armenverwaltungen zur Last gefallene Leute, welche von den Gemeinden, die sie unterhalten mußten, vermöge eines Vertrags mit der Gesellschaft hierher geschickt worden sind und durch Arbeit auf den Meiereien der Gesellschaft, die ihnen Wohnung und anderweitige Unterstützung gibt, sich ernähren. Der Ort hat eine prot. und eine kath. Kirche, wie auch eine Schule. Die angrenzenden Kolonien Wilhelmingoord und Willemsoord dienen demselben Zweck und sind auf dieselbe Weise eingerichtet. Die Gesamtbevölkerung der drei Kolonien beträgt gegen 2000 Personen, in etwa 450 kleinen Häu-k sern, welche einander gegenüber an breiten, vielsach mit Obstbäumen besetzten Fahrwegen liegen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 254Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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