FeedFrederikshald (Friedrichshall)
ErdkundeBrockhaus 1882

Frederikshald (Friedrichshall), Stadt im norweg. Amte Smalenen, an der 4 Grenze und der Mündung des Tistedals-Elf in den Iddefjord inmitten gewaltiger Felsen gelegen, mit (1876) 9913 CE., welche vorzugsweise im Holzhandel Beschäftigung finden. Die Stadt, Station der Dalslands-Bahn (Sunnanä-F.) und der Norwegischen Bahn Kristiania-F., besitzt einen sichern, für große Schiffe brauchbaren Hafen, eine schöne Kirche und ist seit dem großen Brande von 1826 nach einheitlichem Plane neu aufgebaut worden. Am Fiord stehen Landhäuser reicher Kaufleute F.s, im SW. der Stadt die Villa Röd, mit dem Ledud Park und Gewächshause. Sstlich der Stadt befinden sich ältere Befestigungsanlagen, deren größte, die Felsenfestung Frederiksten (113 m) 1661 von dem Statthalter des Königs Friedrich III., Niels Trolle, erbaut wurde und weithin die Gegend beherrscht. Weiter vorgeschoben liegt Fort Gyldenlöwe. Jetzt ohne militärische Bedeutung, war F. früherhin die wichtigste norweg. Grenzfestung und ist wiederholt (1658—60, 1716, 1718) von den Schweden belagert, jedoch niemals erobert worden, weshalb König Friedrich III. ihren frühern Namen Halden in Anerkennung der bewährten Treue während der chigen umwandelter B 1658 bis 1660 in den jetzigen umwandelte. Bei der Belagerung von 1716 zeichneten sich die Brüder Colbjörnson aus, denen zu Ehren auf dem Marktplatz ein Denkmal errichtet ist. Geschichtlich wurde F. besonders namhaft durch den Tod König Karks XII. von Schweden 11. Dez. 1718. Ein kleiner 1865 von der schwed. Armee errichteter Obelisk bezeichnet zwischen dem Frederiksten und Gyldenlöwe die Stelle, an welcher der König im Laufgraben während der Belagerung erschossen worden ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 254Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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