FeedFreiburg in Hannover
ErdkundeBrockhaus 1882

Freiburg in Hannover, Flecken in der preuß. Provinz Hannover, Landdrostei Stade, Stader Marschkreis, unweit vom linken Ufer der Elbe, zu der ein 2 mtiefer schiffbarer Kanal führt, 33 km im NNW. von Stade, zählt (1880) 2458 überwiegend evang. E., ist Sitz des Kreishauptmanns, eines Amtsgerichts, eines Seemannsamts, eines Strandamts, eines Nebenzollamts, hat eine Domänenkasse, eine Sparkasse, bedeutende Viehzucht, Ziegelbrennerei und Schiffahrt (dem Amtsbezirk F. gehörten 1878: 77 Seeschiffe von 3443 Registertons an). Im J. 1154 wurde zu F. vom Erzbischof Hartwig von Bremen eine Burg erbaut, nach welcher der Ort benannt ist. Das Amt F. umfaßt das sehr fruchtbare Marschland Kehdingen zwischen Schwinge und Oste. Das Land Kehdingen zerfällt in den Freiburger und den Bützflether Teil; im Kirchspiel Hammelwörden, wo beide sich berühren, liegt ein freier Platz, der Schinkel genannt, wo am sog. Schinkeltage das Volk die Landeshauptleute wählte. Unter dem Turme der hammelwörder Kirche wurde das Landgericht gehalten.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 263Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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