Hadeln, ein durch die Eigentümlichkeit seiner Bewohner ausgezeichnetes Ländchen an der Elbmündung, bildet jetzt den Kreis Otterndorf in der Landdrostei Stade der preuß. Provinz Hannover und umfaßt 326 dkm Geest⸗ und fruchtbaren Marschlandes mit einer Bevölkerung von (1880) 17673 sast ausschließlich prot. E. Der Hauptort ist Otterndorf, Stadt am Flüßchen Medem und an der Linie Harburg⸗ Curhaven der Unterelbeschen Eisenbahn, Sitz eines Landratamts und eines Amtsgerichts. Die Stadt hat ein Realprogymnasium, eine Knochenmehl⸗ und eine Papierfabrik, viele Windmühlen, Handelsgärtnereien, Schiff ahrt und Getreidehandel und zählt (1880) 1875 E. Das Land and ehedem unter den Grafen von Stade und kam un an das welsische Haus. Bei Heinrichs des Löwen Fall hielt sich H. zu Herzog Bernhard von Sachsen und bildete unter den Nachfolgern desselben, welche es jedoch w1414—80 an Hamburg verpfändet atten, einen Bestandteil des Herzogtums Sachsen⸗ — Nach dem Absterben der Her100 (1689) „an Hannover. Die Hadeler, dn n der Chauken, ein kernhafter Menchlag, hatten ehedem eine demokratische Geameve assung. Sie wiesen stets fremden Einfluß von sich, trieben ihren Adel schon vor der Reformation aus und gehörten so zu den wenigen, welche bis auf die neuere Zeit herab ihre altdeutsche Gemeinfreiheit bewahrten. Vgl. (Chronik des Landes H.» (Otterndorf 1843).