Friant (Louis), franz. General, geb. zu Villers-Morlancourt in der Picardie 18. Sept. 1758, diente in der franz. Garde als Unteroffizier, trat bei Ausbruch der Revolution als Freiwilliger ins Heer und führte 1793 ein Bataillon der Moselarmee. Von Championnet und Jourdan empfohlen, stieg er schon im folgenden Jahre zum Brigadeeneral auf, derholt⸗ sich am Rhein, in Italien und I(gypten wiederholt aus, mußte jedoch 1799 wegen seiner durch die erlittenen Strapazen erschütterten Gesundheit den aktiven Dienst verlassen. Im J. 1805 trat F. wieder in den Dienst zurück und nahm an dem Feldzuge in Deutschland teil, ebenso 1806—7 am Kriege gegen Preußen und 1809 am österr. Kriege. Im russ. Feldzuge 1812 kämpfte F. unter Davoust und wurde in der Schlacht an der Moskwa schwer verwundet. Nach seiner Herstellung führte F. im Sommer 1813 eine Division der Jungen zarde bis zur Abdankung Napoleons, schloß sich sodann den Bourbons an, trat jedoch 1815 in den Dienst Napoleons und führte in der Schlacht bei Belle-Alliance eine Gardedivision, an deren Spitze er abermals schwer verwundet wurde. Hierauf ebte er zurückgezogen auf seinem Landsitze Gaillonnet bei Meulan (Seine-et-Oise) und starb dort 29. Juli 1829.