Foy (Maximilien Sebastien, Graf), franz. General und Staatsmann, geb. zu Ham im Depart. Somme 3. Febr. 1775, besuchte die Artillerieschule zu La Fere, wurde 1792 Unterlieutenant in der Artillerie, zeichnete sich unter Dumouriez wiederholt aus und war 1793 bereits Kapitän einer reitenden Batterie, mit der er an den Kämpfen der Nordarmee, 1795—97 der Rhein⸗ und Moselarmee teilnahm. Im J. 1799 war F. als Stabsoffizier unter Massena in der Schweiz, wurde nach dem Frieden zu Amiens Oberst des 5. reitenden Artillerieregiments, nahm im 2. Korps der großen Armee am Aaane von 1805 teil und wurde 1806 Chef der rtillerie des in Friaul stehenden Korps. Napoleon sendete F. nach Konstantinopel zu Sultan Selim III., um die Verteidigung der Dardanellen zu leiten, dann 1807 zu der in Portugal stehenden Armee, beförderte ihn im Okt. 1810 zum Generallieutenant und vertraute ihm wiederholt den Befehl über selbständig operierende Korps an. Im J. 1812 kämpfte F. mit an Marmont bei Salamanca und übernahm dort an Marmonts Stelle den Oberbedudalgs ältester General, belagerte 1813 Castro rdiales, zerstreute die Guerrillas in Biscaya, sammelte mnch der Schlacht von Vittoria ein 20000 Mann starkes Heer, mit dem er mehrere glückliche Gefechte lieferte, schließlich jedoch über die Bidassoa iinten in⸗ mußte. Unter Soult aleldz F. den inken Flügel des Heeres, mußte dasselbe jedoch im Ief 1814 infolge einer schweren Verwundung verassen. F. befehligte 1815 eine Infanteriedivision und wurde bei Waterloo zum 15. mal verwundet. Hierauf begann seine nicht minder bedeutsame polit. Thätigkeit. Seit 1819 Mitglied der Kammer, wurde er durch seinen scharfen Verstand und seine bedeutende Rednergabe bald ein auft. Geann itglied der Opposition. 2 seine polit. Gegner achteten ihn wegen seines selbständigen Charakters und patriotischen Sinnes. F. erwarb daneben hohen Ruf als Militärschriftsteller, insbesondere durch das formvollendete, gediegene Werk «Histoire de la guerre Péninsule — Bde., Par. 1827), welches in fast alle Sprachen übersetzt worden ist (deutsch, Lpz. 1827), jedoch nur bis zum Einfall Junots in Portugal reicht, da der Verfasser durch seinen 28. Nov. 1825 zu Paris erfolgten Tod an der Vollendung verhindert wurde. Dem Discours du général F.5 (2 Bde., Par. 1826) ist eine Bioraphie F.s von Tissot beigegeben. Ein Standbild F5 wurde 20. Juli 1879 in Ham enthüllt. Foy (Adrien 10 polyte Arthur), franz. Divisionsgeneral, Neffe des vorigen, geb. 4. Jan. 1793 u Ham, im Depart. Somme, besuchte 1810—12 ie Militärschule zu St.⸗Cyr, wurde 1812 Unterlieutenant im 69. Linienregiment und nahm als — seines Oheims am Feldzuge in Spanien teil. F. zeichnete sichwiederholt in Galicien, Biscaya, sowie bei den Kämpfen auf franz. Boden aus und wurde beim Sturm auf den Garospilberg (Pyrenäen) verwundet, kämpfte 1815 bei Fleurus, wo er abermals eine Verwundung erhielt. Er schied bald darauf aus dem Heere, wurde jedoch 1818 in dem neuen Generalstabe angestellt und im folgenden Dme Adjutant seines Oheims. Im J. 1830 wohnte F. als Kapitän im Stabe des Generals Damremont der Einnahme von Algier bei, wurde im September als Stabsoffizier in das Kriegsministerium versetzt, jedoch bis 1837 in Algerien belassen, wo er an allen größern Expeditionen teilnahm und 1836 zum Oberstlieutenant aufstieg. Ende 1837 kehrte er nach Frankreich zurück, wurde 1841 Oberst, kam dann wieder nach Algerien und eichnete sich 1843 im Gefecht bei Collo aus. Im 5. 1844 nach Frankreich berufen und 1846 zum Maréchal de camp befördert, befehligte F. die Territorialbezirke Dröme 1848, Vesoul Mai 1848, war von 1850 bis 1852 zur Disposition gestellt und führte dann die Subdivision zu Amiens. Im J. 1853 zum Divisionsgeneral ernannt, befehligte er bis 1858 die 12. Militärdivision zu Toulouse, wonach er in den Ruhestand trat und seitdem zu Paris lebte. Dort starb er 22. März 1877, Foyatier (Denis), franz. Bildhauer r in 16016 0 (Depart. Loire) 1793, war Schü er der cole des beaux arts in Paris. Die Figur eines Fauns erwarb ihm 1819 die goldene Medaille und gründete seinen Ruf. Seitdem war der Künstler reichlich mit Aufträgen für öffentliche Gebäude und Anstalten beschäftigt, wobei er sowohl auf dem Gebiete des Denkmals und Porträts, als im reliiösen und mythologischen Gegenstande Tüchtiges eistete. Zu dem Besten zählt der Mr Relieffries am Arc d'Etoile in Paris, das Monument Jacquards in Lyon, Astydamas und Lucilia, die Figur des heil. Markus im Dom zu Arras, die Belle Cordiere (Louise Labey) für Lyon, die Büsten mehrerer ital. Maler für das Musee royal, endlich die zahlreichen Skulpturen, welche er für die Ste.⸗Madeleine in Paris fertigte. F. starb 18. Nov. 1863.