FeedFribus (auch Friebus, slaw. Fribuzy)
ErdkundeBrockhaus 1882

Fribus (auch Friebus, slaw. Fribuzy), Stadt im nordwestl. Böhmen, Bezirkshauptmannschaft Graslitz, nördlich von Ellbogen, auf einem Hochplateau des Erzgebirges in Böhmen, mit (1881) 1300 E. deutscher Zunge, hat städtische Gewerbe, mühsame Feldwirtschaft, Bobbinetstickerei und Spitzenklöppelei. Der Wert letzterer Erzeugnisse hat in jüngster Zeit besondere Anstalten hervorgerufen, um ihnen geregelten Absatz zu sichern. war ehemals eine Bergstadt, die wahrscheinlich im 16. Jahrh. durch Betrieb bedeutender Zinngruben in Aufschwung kam. Der Dreißigjährige Krieg brachte den Bergbau herab; durch geringe Ausbeute, da es an Mitteln zur Wasserlösung der Gruben fehlte, kam er gänzlich zum Erliegen. Spätere Versuche waren ohne Erfolg. Von F. führt eine Straße über die nahe sächs. Grenze nach Eibenstock in Sachsen. Die nächste Eisenbahnverbindung ist Falkenau an der Eger.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 303Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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