Funerieren (lat.), beerdigen, bestatten; Funeration, Beerdigung; Funeralien, Beerdigungsanstalten, Beerdigungskosten. Irig. Fuurt lat.), unheilbringend, unheilvoll, trauünf gehört gleich der Zahl Drei zu den Grundformen einer alten Zahlensymbolik. Besonders findet sich die F. von den Chinesen als eine heilige Zahl festgehalten, nach welcher man fünf Clemente, fünf Tugenden, fünf musikalische Töne u. s. w. zählt. Auch in dem vornehmsten philos. System der Indier, der Sankhyalehre oder Zahlen-Niorn munf des Kapila, findet man nach ähnlicher orm fünf Sinne, fünf Bewegungsorgane, fünf grobe und fünf feine Elemente aufgezählt. Den Onteliche hatten die fünf Vokale der Sprache eine göttliche Bedeutung. Bei den Pythagoräern fand die F. als Zahl der Vollkommenheit und des Chebündnisses ihren anschaulichen Ausdruck im Pentagramm oder Drudenfuß (s. d. „einem regulären sternförmigen Fünfeck, dessen Seiten einander durchschneiden. Zugleich war dieses Pentagramm von den Pythagoräern darum hoch angesehen, weil seine Diagonalen an ihren Durchschnittspunkten die Proportion des Goldenen Schnitts (s. d.) in den Teilen der durchschnittenen Linien zeigen. (Nennt man die Teile einer durchschnittenen Linie a und b, so ist die Proportion des Goldenen Schnitts a: b b:a + b.) Zugleich galt das Pentagramm den Pythagoräern als ein auf ihren Bund bezügliches Erkennungszeichen. Im Mittelalter galt das Pentagramm als Werkzeug des Geisterbannes. Daher sieht Mephistopheles im Goetheschen Faust » sich genötigt, die Spitze dieses Zeichens durch den Zahn einer Ratte abnagen zu lassen, um aus dem Zimmer, dessen Ausgang er sich durch dasselbe verwehrt sindet, entweichen zu können.