FeedFusijama
ErdkundeBrockhaus 1882

Fusijama oder mit der Konjunktion no Fusino-jama, d. h. der Berg Fusi, ein Vulkan in Japan auf der Insel Nipon unter 35 18 nördl. Br. und 136° 15/östl. L., in dem Distrikt Fusi der Provinz Suruga, etwa 30 km von der südl. Küste entfernt gelegen; seine Höhe beträgt nach verschiedenen Messungen 3793—3800 m. Der F., dessen Gestalt eine besonders regelmäßig kegelförmige ist, wird von den Japanesen hochverehrt und gilt für eine Art von Nationalheiligtum. Viele Tausende von Abbildungen dieses Bergs, welche ni Anblick in den verschiedenen Tages⸗ und Jahreszeiten wiedergeben, auf Papier, auf Lackwaren, auf Porzellan u. s. w. gewahrt man in Japan allenthalben. Der histor. überlieferung nach hat sich der F. 286 v. dem fünften der Regierung des achten Mikado, Kogen, erhoben, während gleichzeitig hiermit, im NO. von Miako oder Kioto, in der Landschaft Omi eine bedeutende Strecke Landes versank und an dessen Stelle der Landsee Biwako sich bildete. Die geschichtlich bekanntesten heftigsten Eruptionen des F. nach Christi Geburt waren die von 799, 800, 863, 937, 1032, 1083 und 1707. Seitdem ruht der Ber und sein Gipfel ist ein für heilig gehaltener, vielbesuchter Wallfahrtsort. Treppen führen über die Wand des Kraters auf seinen Boden herab, auf welchem sich eine Menge von Tempeln, Kapellen und andern der Gottesverehrung und dem Gebete bestimmten Stätten befindet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 427Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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