FeedAwatscha
ErdkundeBrockhaus 1882

Awatscha, Bai an der Awelt Kamtschatkas unter dem 52. nördl. Br., in welche das Flüßchen A. fällt und an welcher die früher wichtige, 1855 aber aufgegebene Festung A. oder Peter-Paulsafen (. Petropawlows9), der Hauptort von amtschatka, liegt. Im Norden derselben erhebt ch der 2716 m hohe Vulkan A. oder Awatschinsaja Sopka, auch Gorälaja Sopka genannt. Derselbe raucht unausgesetzt und ist einer der thätigsten und der bekannteste Vulkan des Landes. Bei dem furchtbaren Ausbruche von 1737 bedeckte er die Umgegend mit Asche bis zu 0,3 m Höhe; ein anderer Ausbruch wird 1779 erwähnt. Bestiegen wurde der Vulkan zuerst 1787 auf der Expedition von Lapérouse durch gen e und Bernizet, dann 1824 bei der Kotzebueschen Weltumsegelung durch den Geologen Ernst Hofmann, 1828 bei der Expedition des Admirals Lütke durch Postels und Lenz, und 1829 durch Erman. In neuerer Zeit hatte der A. einen schwachen Ausbruch 1828, einen furchtbaren 1837, einen ziemlich starken 1855. Der große Erhebungskrater, aus dem sich der dampfende Eruptions⸗ oder Aschenkegel — ist dem 1 mit der Somma sehr ähnlich. Die engl. Seefahrer nennen gewöhnlich A. den nahe im N. gelegenen Vulkan Korjatskaja- oder Strjeloschnaja Sopka, der 341⁷ oehl, und reich an Obsidian ist.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 297Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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