FeedTungusisches Meer
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Tungusisches Meer, s. unter Ochotsk. unguska, soviel wie Untere Angara (s. d.). unika hieß ein röm. Kleidungsstück für Männer und Frauen. Gewöhnlich trug man zwei. Die eine kei Männern auch subucula genannt, war ein Hemd ohne oder doch nur mit halblangen Armeln, auf dem bloßen Leibe getragen und gegürtet. Darüber wurde die äußere vorzugsweise sogenannte T. gezogen, die gleichfalls ohne Armel war, eng an den Körper schloß und gegürtet bis auf die Knie reichte. Erst in der spätern Kaiserzeit wurden lange Armel gewöhnlich. Früher galt es für weichlich, solche zu tragen. Bei Männern des senatorichen Standes war die T. durch zwei von oben nach unten laufende eingewebte purpurne breite Streifen (latus clavus), bei denen des Ritterstandes durch zwei dergleichen schmale Streifen (angustus darus geschmückt. Die der männlichen üwätere innere T. der Frauen hatte ebenfalls bis in spätere Rit keine oder nur halblange Armel. über sie legten die Frauen eine zweite T. an, die Stola (s. d.) genannt wurde. Die Armel deckten den Oberarm und waren nicht zusammengenäht; den Schlitz hielten nach der Außenseite hin Agraffen (tibulae) zusammen. Diese obere T. wurde gegürtet und reichte mit der an ihren untern Saum genähten Falbel bis über die halben Fuße. Die T. war das Kleid, das man zu Hause allein trug: beim Ausgehen warfen über sie die Männer die Toga (0. d.), die Frauen die Palla (s. d.). ie T. der kath. Bischöfe besteht aus einem reich-Wanlt⸗ mantelartigen Oberkleide. unikaten, soviel wie Manteltiere.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 15, S. 902Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Sitten & Mode 6