FeedFutterkattun
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Futterkattun, s. unter Kattun. Futtermaßel oder ahalbes kleines Maßel nannte man in einigen Gegenden Ssterreichs bis zur Einführung des franz. metrischen Systems (mit 1876) das Maß von ½6 Metzen für Getreide, Mehl, Hülsenfrüchte, Kartoffeln u. s. w., welches 0,03 wiener Kubikfuß = 0,96 1 war. Futtermauer ist eine zur Bekleidung von Erdwänden bei Terrassen, Kunststraßen, Kanälen, Flußufern und Festungsgräben dienende Mauer. Bei Seeufern und größern Strömen führt sie den besondern Namen Quaimauer. F. müssen eine solche Stärke erhalten, daß sie vermöge ihrer Stabilität dem auf en Hinterfläche wirkenden Erddrucke zu widerstehen vermögen. Man führt sie daher gewöhnlich mit einer hinreichend starken Böschung auf ihrer Vorderfläche (dem Haupte) aus, gibt ihrem Fuße eine entsprechende Gründung und schützt ihre obere Fläche (Krone, Berme oder Kappe) durch Abdeckung mit Steinplatten oder Rasen. Statt der Böschung versieht man die F. auch mit Strebepfeilern (Contreforts) oder gibt ihrem Profil nach außen eine konkave Form mit rechtwinkelig zur Krümmung gerichteten Lagenfugen. Die hintere Fläche der F. wird entweder senkrecht, geböscht oder mit Absätzen versehen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 436Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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