FeedFuttertaft
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Futtertaft, s. unter Taft. utterwicke, s. unter Wicke. utürum (lat.) heißt in der Grammatik diejenige Form des Zeitwortes, durch welche die Zukunft ausgedrückt wird. Die indogerman. Sprachen besitzen von Anfang an keine einfache Verbalform zum Ausdrucke der Zukunft, sondern verwenden eine Zusammensetzung des Verbalstammes mit dem Verbum «Kseinv, dessen Wurzel im Indogermanischen as (es) ist, z. B. im griechischen F. IVSSO ist y- der Verbalstamm (lösen), —so das angehängte Hilfsverbum. Diese Form, die ursprünglich in allen indogerman. Sprachen herrschte, ist im Laufe der Entwickelung von den meisten wieder * egeben und entweder gar keine besondere Verbalform für das F. vorhanden, indem die Präsentia auch im futurischen Sinne gebraucht werden (so im ältesten Deutsch, im Slawischen), oder es wird die Umschreibung mit einem Hilfsverbum und dem Infinitiv gewählt, B. romanisch aimerai (frz.) ist gleich aimer-ai, lat. amare habeo, azu lieben habe ich », d. h. Kich soll oder werde lieben », engl. shall und will (sollen und wollen), deutsch «werdeno; im lat. ama-bo ist das -bo ebenfalls ein mit dem Verbalstamme verbundenes Hilfsverbum. (S. Tempus.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 7, S. 436Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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