FeedGuaymas oder San-José de Guaymas
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Guaymas oder San-José de Guaymas, ein dem auswärtigen Handel geöffneter Hafen des Staates Sonora in Mexiko, an der Mündung des kleinen Rio de Guaymas oder Mayo in die Paquibai des Californischen Meerbusens, ist geräumig und gegen alle Winde geschützt. Die Stadt liegt in einem kahlen, wasserlosen, von nackten trachytischen Bergen eingeschlossenen Felsenkessel, hat fast lauter aus Luftziegeln erbaute Häuser ohne Fenster und zählt etwa 2500 E., die fast ausschließlich auf Handel und Fischfang angewiesen sind. Der letztere wird namentlich von den Indianern (Yaquis) betrieben. Der Importhandel ist in den Händen weniger Häuser und hat durchschnittlich einen Wert von 1½ Mill. Pesos, da nicht nur ganz Sonora, sondern auch das Arizonagebiet der Vereinigten Staaten seinen Bedarf an auswärtigen Waren über G. bezieht. Dorthin, nach Huma oder Arizona-City am Colorado, führt eine Eisenbahn. Der Export ist außer Silber und Gold unbedeutend. Auch laden die Schiffe aus einigen Inseln des Golfs hier Guano.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 8, S. 593Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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