Fylgien (laltisländ., d. i. Folgegeisterv), geisterhafte Wesen in der german. Mythologie. Sie kommen mit dem Menschen in die Welt und begleiten ihn auf allen seinen Lebenswegen, bald nur eine, bald mehrere. In der Regel schützen sie das Individuum, welchem sie innewohnen. Es gibt fer-G. in unserm Alphabet der siebente Buchstabe, stammt in seiner Gestalt 6 zunächst aus dem lat. Alphabet und ist hier eine Modifikation des griech. Gamma (IL). Dies ging ins lat. Alphabet als C uber, mit welchem man in ältester Zeit sowohl den Laut des K wie des 6 ausdrückte; bei der Ausbildung genauerer orthographischer Unterscheidung wurde dann dem Zeichen C unten ein Strich oder Haken zur Bezeichnung des G⸗-Lautes angehängt. Das lat. COverdankt seine dritte Stelle im Alphabet der Stelle des griech. Gamma, da dieses wie sein 9— Prototyp der dritte Buchstabe ist. Der aut, den das G ausdrücken soll, gehört zu den erplosiven oder momentanen Konsonanten (s. d.), innerhalb dieser zur Reihe der Gutturalen (Kehllauter) und unterscheidet sich vom K, mit dem er gleiche Stellung der Sprachorgane hat, durch den begleitenden Stimmton, daher 6 als tönend (media), K als stumm (tenuis) zu bezeichnen ist Das ner F., welche die Schutzgeister ganzer Geschlechter und Familien sind (altnord. &ttartylgjur, kynfylgjur). Neben diesen schützenden F. gibt es auch böse F., die den Menschen ins Verderben zu stürzen suchen. Der Glaube an die F. war ganz besonders bei den alten Skandinaviern verbreitet, nach deren Anschauung sie ihren Sitz unter der Kopfhaut hatten.