Garde du corps (frz.), eine Reitertruppe, die zuerst in Frankreich in der Mitte des 15. Jahrh. genannt wird und zum Spezialdienst für den König und den Hof verwendet wurde. Mit dem Könige zog sie zu Felde, sodaß sie auch fechtende, nicht lediglich Hoftruppe war. Während der Revolution abgeschafft, wurde sie zur Zeit der Restauration wiederhergestellt, um dann wieder zu verschwinden. Von den vielen Nachbildungen der französischen G. ist das preuß. Regiment der Gardes du Corps zu nennen, das sich unter Friedrich d. Gr. einen vortrefflichen Namen erworben, sodaß sein Kommandeur damals sagen konnte, er halte eine Schlacht noch nicht verloren, in welcher die G. noch nicht attackiert haben. Das Regiment besteht noch heute und unterscheidet sich in seiner Organisation von der der übrigen Kavallerieregimenter der deutschen Armeen dadurch, daß es in 10 Kompagnien geteilt ist, von denen je 2 und 2 für taktische Zwecke zu einer Escadron zusammenstoßen.